Entwicklungsministerin mahnt zu Deeskalation im Nahen Osten
Veröffentlicht am: 11.03.2026 um 14:46 Uhr | dts-nachrichtenagentur.deDie Ministerin sagte: "Was in vielen Jahren gemeinsamer Entwicklungszusammenarbeit mit unseren Partnern aufgebaut wurde - Vertrauen, Infrastruktur und Zukunftsperspektiven - steht nun auf dem Spiel. Kriege zerstören in kurzer Zeit, was ĂŒber lange Zeit gewachsen ist. Die unmittelbaren Folgen tragen die Menschen vor Ort. Die langfristigen Folgen betreffen aber die gesamte internationale Gemeinschaft."
Besonders dramatisch sei die Lage aktuell im Libanon. "Durch den bewaffneten Konflikt zwischen Hisbollah und Israel wurden bereits mehr als 660.000 Menschen vertrieben - viele mussten ĂŒberstĂŒrzt fliehen und konnten kaum etwas mitnehmen. Gemeinsam mit unseren Partnern reagieren wir schnell und pragmatisch auf diese Situation und passen unsere Projekte entsprechend an, um den betroffenen Menschen möglichst effektiv zu helfen - insbesondere Frauen und Kinder", sagte sie. Alabali Radovan fĂŒgte hinzu: "Auch in Gaza hat der Krieg verheerende Folgen fĂŒr die Menschen. Gerade deshalb mĂŒssen wir immer wieder deutlich machen: Das Schicksal der Menschen darf niemals zum Randthema eines Konflikts werden - ihr Schutz steht im Zentrum unserer Verantwortung."
Mit Blick auf radikale israelische Siedler im Westjordanland, sagte die Ministerin, PalĂ€stinenser seien "immer wieder Gewalt durch radikale israelische Siedler ausgesetzt". Angriffe auf Unbeteiligte seien inakzeptabel. "Der Schutz von Menschen und die Einhaltung des humanitĂ€ren Völkerrechts mĂŒssen fĂŒr alle gelten."
