Biden-Blocker, Demokraten

Biden-Blocker der Demokraten zieht sich aus Senat zurĂŒck

10.11.2023 - 06:50:41

Er machte Joe Biden in den vergangenen Jahren das Leben schwer. Doch er sicherte den Demokraten auch einen Senatssitz in einem tief republikanisch geprÀgten US-Bundesstaat. Nun steigt Joe Manchin aus.

Ein Quertreiber bei den US-Demokraten zieht sich aus dem Senat zurĂŒck und bringt seine Partei damit in politische Schwierigkeiten. Der prominente demokratische Senator aus dem Bundesstaat West Virginia, Joe Manchin, kĂŒndigte in einer Videobotschaft auf der Plattform X an, im kommenden Jahr nicht mehr zur Wiederwahl anzutreten. Der 76-JĂ€hrige hielt in den vergangenen Jahren seinen Senatssitz fĂŒr die Demokraten in einem sonst sehr republikanisch geprĂ€gten Bundesstaat.

Durch seinen RĂŒckzug laufen die Demokraten Gefahr, den Senatssitz bei der nĂ€chsten Wahl Anfang November 2024 zu verlieren. Momentan haben sie nur eine knappe Mehrheit in der Kongresskammer. Manchin hatte in den vergangenen Jahren regelmĂ€ĂŸig Schlagzeilen damit gemacht, dass er Vorhaben seines Parteikollegen, US-PrĂ€sident Joe Biden, im Senat blockierte.

US-Wahlen und Manchins ZukunftsplÀne

In den Vereinigten Staaten wird am 5. November 2024 ein neuer PrÀsident gewÀhlt. Parallel dazu werden auch alle Sitze im ReprÀsentantenhaus neu vergeben und ein Drittel der Sitze im Senat.

Derzeit kontrollieren die Demokraten 51 von 100 Sitzen im Senat. Bis Anfang 2023 hatten sie dort sogar nur 50 Sitze besetzt und waren regelmĂ€ĂŸig darauf angewiesen, dass US-VizeprĂ€sidentin Kamala Harris, die in ihrer Rolle gleichzeitig PrĂ€sidentin des Senats ist, in Pattsituationen mit abstimmte. Manchin nutzte die Situation damals viele Male, um aus der Parteilinie auszuscheren, seine Zustimmung zu verweigern und so mehrere Großprojekte Bidens zu sabotieren. Dadurch, dass sie Demokraten spĂ€ter einen Sitz dazugewannen, schrumpfte Manchins Blockadepotenzial zuletzt.

In seiner Videobotschaft sagte Manchin nun, er wolle kĂŒnftig das Land bereisen und sich weiter zu Wort melden, «um herauszufinden, ob es ein Interesse daran gibt, eine Bewegung zur Mobilisierung der Mitte zu schaffen und die Amerikaner zusammenzubringen». Was das genau bedeuten soll, ließ er offen.

@ dpa.de