Drohnensichtungen bei MilitÀrbasen in DÀnemark und Norwegen
27.09.2025 - 15:40:04Nach den jĂŒngsten DrohnenvorfĂ€llen sind in DĂ€nemark und Norwegen FluggerĂ€te an zwei MilitĂ€rflugplĂ€tzen gesichtet worden. In DĂ€nemark war der Nachrichtenagentur Ritzau zufolge diesmal der MilitĂ€rstĂŒtzpunkt Karup betroffen, der gröĂte des Landes. «Eine oder zwei Drohnen» seien gesichtet worden, sagte ein Sicherheitssprecher. Der Luftraum ĂŒber dem Gebiet sei zwar zeitweise auch fĂŒr den zivilen Flugverkehr gesperrt worden, signifikante Auswirkungen hatte das den Angaben zufolge aber nicht.
Der Zwischenfall ereignete sich bereits am Freitagabend, öffentlich wurde die Sichtung am Samstag. Ob ein Zusammenhang zu den Drohnensichtungen der vergangenen Tage besteht, ist offen.
In Norwegen meldeten die Behörden zwei Drohnensichtungen am MilitĂ€rflugplatz Ărland, auf dem Kampfflieger des Typs F-35 der norwegischen StreitkrĂ€fte stationiert sind. Beide Drohnen seien ĂŒber einen lĂ€ngeren Zeitraum beobachtet worden, schrieb die Nachrichtenagentur NTB. Die HintergrĂŒnde sind noch unklar.
Tagelanger Drohnenalarm
Die Sichtung mehrerer gröĂerer Drohnen hatte am Montagabend zur stundenlangen Vollsperrung des dĂ€nischen Hauptstadtflughafens Kopenhagen gefĂŒhrt. In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag waren weitere, kleinere FlughĂ€fen in dem Land betroffen - alle in JĂŒtland nahe der deutschen Grenze. In dieser Region liegt auch die MilitĂ€rbasis Karup.
Die dĂ€nischen Behörden haben bislang keine Informationen veröffentlicht, die Aufschluss darĂŒber geben, wer genau fĂŒr die DrohnenflĂŒge verantwortlich sein könnte. Die Regierung spricht von einem «hybriden Angriff». Die Ermittler gehen von einem professionellen Akteur mit den nötigen FĂ€higkeiten aus, der damit Unruhe in dem Nato-Land stiften will. Russland hatte in einer Mitteilung seiner Botschaft in DĂ€nemark am Donnerstag Vermutungen zurĂŒckgewiesen, fĂŒr die VorfĂ€lle verantwortlich zu sein.


