DĂ€nemark, Europa

Wieder Drohnensichtungen an dÀnischen MilitÀrbasen

28.09.2025 - 12:29:30

Erneut tauchen Drohnen an dÀnischen MilitÀrstandorten auf. Wer dahintersteckt, ist weiterhin offen. In wenigen Tagen ist DÀnemark Gastgeber eines wichtigen Gipfeltreffens.

In der Nacht sind erneut an dĂ€nischen MilitĂ€rstandorten mehrere Drohnen gesichtet worden. Das teilten die dĂ€nischen StreitkrĂ€fte am Mittag mit. Weitere Details wurden zunĂ€chst nicht genannt. Die dĂ€nische Polizei hatte davon unabhĂ€ngig der Nachrichtenagentur Ritzau zuvor mitgeteilt, dass in der Nacht mehrere Meldungen zu Drohnen eingegangen seien, keine habe aber zur Sperrung des Luftraums ĂŒber dĂ€nischen FlughĂ€fen gefĂŒhrt.

In der dĂ€nischen Hauptstadt Kopenhagen treffen sich am 1. und 2. Oktober die EU-Staats- und Regierungschefs zu einer informellen Tagung. Themen sind unter anderem der Schutz von kritischen Infrastrukturen sowie die StĂ€rkung der gemeinsamen europĂ€ischen Verteidigungsbereitschaft. Die deutsche Bundeswehr unterstĂŒtzt die DĂ€nen bei der Sicherung des Gipfels.

In dem skandinavischen Land herrscht seit Tagen Drohnenalarm. Am Montag musste der Hauptstadtflughafen Kopenhagen stundenlang gesperrt werden. In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag waren weitere, kleinere FlughĂ€fen betroffen. Am Samstag wurde mindestens eine Drohne am grĂ¶ĂŸten MilitĂ€rstĂŒtzpunkt des Landes gesehen.

Regierung vermutet professionellen Akteur

Die dĂ€nische Regierung hatte unter der Woche von einem «hybriden Angriff» gesprochen. Die Ermittler gehen von einem professionellen Akteur mit den nötigen FĂ€higkeiten aus, der damit Unruhe in dem Nato-Land stiften will. Russland hatte in einer Mitteilung seiner Botschaft in DĂ€nemark am Donnerstag Vermutungen zurĂŒckgewiesen, fĂŒr die VorfĂ€lle verantwortlich zu sein.

Das deutsche Verteidigungsministerium teilte mit, DĂ€nemark habe verschiedene Nationen um UnterstĂŒtzung bei der Absicherung EU-Gipfels gebeten. Hintergrund seien die massiv aufgetretenen, flĂ€chendeckenden VorfĂ€lle mit «nicht identifizierten unbemannten Luftfahrzeugen, insbesondere im Umfeld ziviler und militĂ€rischer Infrastruktur in DĂ€nemark». Es sei entschieden worden, im Bereich Systeme zur Abwehr von unbemannten Luftfahrzeugen einen Beitrag zu leisten.

@ dpa.de

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