Erneut chinesische Manöver in TaiwanstraĂe geplant
27.09.2023 - 08:00:29 | dpa.de
China will seine MilitĂ€rĂŒbungen in der Meerenge zwischen der Volksrepublik und dem Inselstaat Taiwan fortsetzen. Solange die «Provokationen fĂŒr die UnabhĂ€ngigkeit Taiwans» anhielten, wĂŒrden die Aktionen der Volksbefreiungsarmee nicht aufhören, sagte die Sprecherin des BĂŒros fĂŒr Taiwan-Angelegenheiten, Zhu Fenglian, in Peking. Die bisherigen Trainings hĂ€tten dem Ziel gedient, die «Arroganz separatistischer KrĂ€fte fĂŒr die UnabhĂ€ngigkeit Taiwans» zu bekĂ€mpfen, erklĂ€rte sie weiter.
Die von der kommunistischen Partei regierte Volksrepublik China sieht Taiwan als Teil ihres Territoriums an. Der demokratische Inselstaat mit mehr als 23 Millionen Einwohnern hat jedoch seit Jahrzehnten eine eigenstÀndige Regierung.
RegelmĂ€Ăig chinesische MilitĂ€rflugzeuge ĂŒber TaiwanstraĂe
Die TaiwanstraĂe - die Meerenge zwischen der sĂŒdostchinesischen Provinz Fujian und Taiwan - war zuletzt immer wieder Schauplatz chinesischer MilitĂ€rĂŒbungen. Beinahe tĂ€glich durchflogen chinesische MilitĂ€rflugzeuge die Luftverteidigungszone Taiwans.
Am Morgen berichtete das Verteidigungsministerium in Taipeh, binnen 24 Stunden 32 Flugzeuge und 8 Schiffe der chinesischen Marine um Taiwan herum entdeckt zu haben. 16 Flugzeuge seien in die Luftverteidigungszone eingedrungen. Die Zahl lag jedoch weit unter dem zurĂŒckliegenden Höchstwert vom Montag vergangener Woche, als die Behörde mehr als 100 chinesische MilitĂ€rflugzeuge registrierte.
Aktivist aus China an Flughafen in Taiwan gestrandet
Zugleich ist ein chinesischer Demokratie-Aktivist nach eigenen Angaben willentlich an einem Flughafen in Taiwan gestrandet, um seine RĂŒckreise nach China zu verhindern. Chen Siming, bekannt fĂŒr sein öffentliches Gedenken an die Proteste auf dem Platz des Himmlischen Friedens 1989 in Peking, nannte als Grund das immer strengere Vorgehen chinesischer Behörden gegen ihn.
Chen Siming war zuvor aus Thailand gekommen und hatte bewusst seinen Anschlussflug nach China nicht bestiegen. In seinem Fall kann er als chinesischer StaatsbĂŒrger allerdings ohne Genehmigung auch nicht in Taiwan einreisen. Am vergangenen Freitag veröffentlichte er ein Video auf der Plattform X (frĂŒher Twitter).
«Hallo Freunde, ich bin Chen Siming. Ich bin derzeit im Transitbereich des internationalen Flughafens Taoyuan», sagte er. Er hoffe, in die USA oder Kanada reisen zu können, um dort politisches Asyl zu beantragen. «Freunde, ruft die taiwanische Regierung auf, mich nicht nach China zurĂŒckzuschicken», sagte er.
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