Trump, Strafprozess

Trump: Erster Strafprozess gegen Ex-PrÀsident gestartet

Veröffentlicht am: 15.04.2024 um 16:25 Uhr | dpa.de

Erstmals in der US-Geschichte ist ein Strafprozess gegen einen Ex-PrĂ€sidenten gestartet. Donald Trump droht in dem mit großer Spannung erwarteten Schweigegeld-Prozess bei Verurteilung GefĂ€ngnis.

  • Der Strafprozess gegen den ehemaligen US-PrĂ€sidenten Donald Trump beginnt mit der Auswahl der Geschworenen. - Bild: Joe Lamberti/AP/dpa
    Der Strafprozess gegen den ehemaligen US-PrÀsidenten Donald Trump beginnt mit der Auswahl der Geschworenen. - Bild: Joe Lamberti/AP/dpa
  • Donald Trump verlĂ€sst den Trump Tower auf dem Weg zum Strafgericht in Manhattan. - Bild: Yuki Iwamura/AP/dpa
    Donald Trump verlÀsst den Trump Tower auf dem Weg zum Strafgericht in Manhattan. - Bild: Yuki Iwamura/AP/dpa
  • Donald Trump nimmt am ersten Verhandlungstag im Strafgericht in Manhattan teil. - Bild: Angela Weiss/POOL AFP/AP
    Donald Trump nimmt am ersten Verhandlungstag im Strafgericht in Manhattan teil. - Bild: Angela Weiss/POOL AFP/AP
Der Strafprozess gegen den ehemaligen US-PrÀsidenten Donald Trump beginnt mit der Auswahl der Geschworenen. - Bild: Joe Lamberti/AP/dpa Donald Trump verlÀsst den Trump Tower auf dem Weg zum Strafgericht in Manhattan. - Bild: Yuki Iwamura/AP/dpa Donald Trump nimmt am ersten Verhandlungstag im Strafgericht in Manhattan teil. - Bild: Angela Weiss/POOL AFP/AP

Erstmals in der Geschichte der Vereinigten Staaten hat ein Strafprozess gegen einen ehemaligen US-PrÀsidenten begonnen. Das zustÀndige Gericht eröffnete den Prozess gegen Donald Trump im Zusammenhang mit Schweigegeldzahlungen an eine Pornodarstellerin in New York.

Die Staatsanwaltschaft legt Trump FĂ€lschung von GeschĂ€ftsunterlagen zur Last. Trump hat auf nicht schuldig plĂ€diert. Auf der Tagesordnung stand die Auswahl der Geschworenen, die sich ĂŒber mehrere Tage hinziehen könnte. ZunĂ€chst wurde ĂŒber AntrĂ€ge von Trumps Anwaltsteam beraten.

GefÀngnis droht

Der Prozess könnte nach Gerichtsangaben bis zu acht Wochen dauern. Bei Verurteilung könnte dem 77-JĂ€hrigen eine mehrjĂ€hrige GefĂ€ngnisstrafe drohen, die auch auf BewĂ€hrung ausgesprochen werden könnte. Die AnwĂ€lte des Republikaners, der im November erneut zum US-PrĂ€sidenten gewĂ€hlt werden will, hatten bis zuletzt noch versucht, das Verfahren abzuwenden, zu verlegen oder zu verzögern. Trump Ă€ußerte sich kurz vor der Eröffnung des Prozesses und sagte: «Das ist ein Angriff auf Amerika, so etwas hat es noch nie gegeben.»

Hintergrund des Falls ist, dass Trump 2016 kurz vor seiner Wahl zum PrĂ€sidenten 130.000 US-Dollar Schweigegeld an die Pornodarstellerin Stormy Daniels zahlen ließ. Sie hatte behauptet, sie habe Sex mit ihm gehabt. Trump bestreitet eine AffĂ€re, nicht aber, dass Geld geflossen ist. Schweigevereinbarungen zwischen zwei Parteien sind nicht grundsĂ€tzlich illegal. Trump wird aber vorgeworfen, er habe die Zahlungen unrechtmĂ€ĂŸig verbucht, auf illegale Weise zu verschleiern versucht und damit andere GesetzesverstĂ¶ĂŸe vertuschen wollen.

Derzeit sind in den USA auch noch drei weitere Strafprozesse gegen Trump in der Vorbereitung, unter anderem wegen versuchten Wahlbetrugs und der Mitnahme geheimer Regierungsdokumente. Zudem gibt es zahlreiche Zivilprozesse. Der Ex-PrÀsident und sein Anwaltsteam versuchen die Verfahren mit allen Mitteln zu blockieren und waren damit teilweise auch schon erfolgreich.

In dem Schweigegeld-Prozess geht es um weniger schwerwiegende VorwĂŒrfe als in den anderen FĂ€llen, Experten zufolge ist es aber der Prozess, der womöglich als erster abgeschlossen werden könnte. Trump bestreitet alle VorwĂŒrfe gegen ihn und sieht sich als Opfer einer politisch motivierten Justiz.

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