Gericht lehnt von Trump erhoffte Verzögerung ab
09.04.2024 - 03:44:07Ein Berufungsgericht hat eine von Donald Trump beantragte Verzögerung des Strafprozesses gegen den frĂŒheren US-PrĂ€sidenten in Zusammenhang mit Schweigegeldzahlungen an einen Pornostar abgelehnt. Ăbereinstimmenden US-Medienberichten zufolge wies Richterin Lizbeth Gonzalez den Antrag nach einer Anhörung der Argumente von Trumps AnwĂ€lten und der Staatsanwaltschaft ab.
Der Strafprozess gegen Trump ist der erste gegen einen frĂŒheren US-PrĂ€sidenten und soll kommenden Montag in New York mit der Auswahl der Geschworenen beginnen. Den Medienberichten zufolge versuchen Trumps AnwĂ€lte jedoch, den Prozessbeginn auch noch mit anderen AntrĂ€gen zu verzögern, unter anderem mit einer Klage gegen den zustĂ€ndigen Richter Juan Merchan vor einem Berufungsgericht. Zudem sollen sie sich gegen die vom Richter verordneten EinschrĂ€nkungen zu öffentlichen Aussagen Trumps ĂŒber Zeugen, Geschworene und Mitarbeiter der Justiz wehren.
Der 77-JĂ€hrige, der im November erneut fĂŒr die Republikaner ins WeiĂe Haus gewĂ€hlt werden will, ist in dem Schweigegeld-Verfahren unter anderem wegen FĂ€lschung von GeschĂ€ftsunterlagen angeklagt. Hintergrund des Falls ist, dass Trump 2016 kurz vor seiner Wahl zum PrĂ€sidenten 130.000 US-Dollar Schweigegeld an die Pornodarstellerin Stormy Daniels zahlen lieĂ.
Sie hatte behauptet, sie habe Sex mit ihm gehabt. Trump bestreitet eine AffĂ€re, nicht aber, dass Geld geflossen ist. Schweigevereinbarungen zwischen zwei Parteien sind nicht illegal. Trump wird aber vorgeworfen, er habe die Zahlungen unrechtmĂ€Ăig verbucht, auf illegale Weise zu verschleiern versucht und damit andere GesetzesverstöĂe vertuschen wollen. Trump hat auf nicht schuldig plĂ€diert.


