Merz, Washington

Merz nach Washington aufgebrochen - Treffen mit Trump

04.06.2025 - 22:40:27

Es ist seine bisher schwierigste Reise: Das Treffen von Kanzler Merz mit US-PrĂ€sident Trump in Washington wird den Ton fĂŒr die deutsch-amerikanischen Beziehungen der nĂ€chsten Jahre setzen.

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) ist nach Washington aufgebrochen, wo er am Donnerstag (17.30 MESZ) erstmals seit seinem Amtsantritt vor vier Wochen US-PrĂ€sident Donald Trump treffen wird. Geplant sind ein gemeinsames Mittagessen und eine Pressebegegnung im Oval Office (ca. 18.45 Uhr MESZ), dem BĂŒro des PrĂ€sidenten. Dort war es bei den Besuchen des ukrainischen PrĂ€sidenten Wolodymyr Selenskyj und des sĂŒdafrikanischen PrĂ€sidenten Cyril Ramaphosa zu Eklats gekommen.

Im Mittelpunkt des Treffens werden die BemĂŒhungen um ein Ende des Ukraine-Kriegs, die Reaktion der Nato auf die wachsenden Bedrohungen von außen und der Zollstreit zwischen den USA und der EU stehen. Merz hat bereits klargemacht, dass er nicht als «Bittsteller» nach Washington reist und die europĂ€ischen Positionen dort selbstbewusst vertreten wird. 

Der Kanzler ist Trump erst einmal vor vielen Jahren flĂŒchtig in New York begegnet. Seit seinem Amtsantritt vor vier Wochen hat er aber mehrfach mit ihm telefoniert - zu zweit und in grĂ¶ĂŸerer Runde mit mehreren anderen europĂ€ischen Staats- und Regierungschefs zum Ukraine-Krieg. Die beiden sprechen sich inzwischen mit Vornamen an und sind regelmĂ€ĂŸig per SMS in Kontakt.

Der Kanzler wird nur etwa 17 Stunden in der US-Hauptstadt sein. Im Juni werden Merz und Trump sich noch zweimal wiedersehen: Beim G7-Gipfel Mitte Juni in Kanada und beim Nato-Gipfel Ende des Monats im niederlÀndischen Den Haag.

@ dpa.de