Clinton, Gedenken

Clinton bei Gedenken an Oklahoma-Anschlag vor 30 Jahren

19.04.2025 - 18:12:14 | dpa.de

Es war ein Schock fĂŒr die USA. Vor 30 Jahren verĂŒbte ein Rechtsextremist einen Anschlag in Oklahoma, 168 Menschen sterben. Beim Gedenken spricht Ex-PrĂ€sident Clinton ĂŒber die Spaltung des Landes.

  • Hass auf die Regierung gab der amerikanische AttentĂ€ter als Motiv an. (Archivbild) - Foto: Anonymous/AP/dpa
    Hass auf die Regierung gab der amerikanische AttentÀter als Motiv an. (Archivbild) - Foto: Anonymous/AP/dpa
  • Die Zerstörung bei dem Anschlag war riesig. (Archivbild) - Foto: J PAT CARTER/AP/dpa
    Die Zerstörung bei dem Anschlag war riesig. (Archivbild) - Foto: J PAT CARTER/AP/dpa
  • Gedenken am 30. Jahrestag des Anschlags mit 168 Toten  - Foto: Alonzo Adams/FR159426 AP/AP/dpa
    Gedenken am 30. Jahrestag des Anschlags mit 168 Toten - Foto: Alonzo Adams/FR159426 AP/AP/dpa
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Am 30. Jahrestag des verheerendsten Terroranschlags durch einen Amerikaner in den USA haben die Menschen in Oklahoma der Opfer gedacht. Ex-PrÀsident Bill Clinton sprach bei der Zeremonie in Erinnerung an die 168 Toten.

Clinton sagte, der Anschlag habe das Land geschockt, aber auch das Beste von Amerika gezeigt. Überall hĂ€tten Menschen geholfen. Clinton sprach von der augenblicklich tiefen Spaltung des Landes. Die USA brauchten stattdessen diesen «Oklahoma-Standard». 

Clinton sieht Oklahomas Reaktion als Beispiel fĂŒr die USA

«Wenn wir uns alle daran halten wĂŒrden, ginge es uns viel besser», sagte Clinton mit heiserer Stimme. «Wir wĂŒrden eine gerechtere Wirtschaft und eine stabilere Gesellschaft bekommen. Wir wĂŒrden einander verstehen, und wir wĂŒrden uns nicht schwach fĂŒhlen, wenn wir zugeben, dass wir uns in einer Sache geirrt haben», sagte Clinton. 

Trump nicht bei Zeremonie 

US-PrĂ€sident Donald Trump war nicht zu der Zeremonie gekommen. Auch sonst sei kein Vertreter des Weißen Hauses bei der Gedenkveranstaltung anwesend gewesen, berichtete die «Washington Post». Anwesend seien aber Vertreter der Bundesbehörden gewesen, deren Mitarbeiter damals getötet wurden. 

Clinton war PrĂ€sident, als der rechtsextreme Regierungsgegner Timothy McVeigh am 19. April 1995, um 9.02 Uhr Ortszeit, vor dem Alfred P. Murrah Federal Building in der Innenstadt von Oklahoma City eine gewaltige Bombe zĂŒndete. 168 Menschen starben, darunter 19 Kinder. Das FBI schildert die Explosion auf seiner Webseite so: «Innerhalb weniger Augenblicke sah alles herum wie in einem Kriegsgebiet aus. Ein Drittel des GebĂ€udes lag in Schutt und Asche.» 

Gewaltiger Sprengsatz in Lastwagen versteckt

Der HaupttĂ€ter Timothy McVeigh gab als Motiv Hass auf die Regierung an. Der Ex-Soldat verachtete die Bundespolizei FBI, und glaubte, die Regierung schrĂ€nke die Rechte und Freiheiten der BĂŒrger ein, wie das FBI auf seiner Webseite festhielt. McVeigh hatte sein Ziel sorgfĂ€ltig ausgesucht. Das GebĂ€ude in Oklahoma City schien ihm ideal, weil in der Hauptstadt des Bundesstaates Oklahoma viele Bundesbehörden angesiedelt waren.

McVeigh hat den Sprengsatz in einem geliehenen Lastwagen vor dem GebĂ€ude abgestellt und zur Explosion gebracht. Die Bilder der Zerstörung gingen um die Welt. Hinter dem Anschlag wurden zunĂ€chst arabische Terroristen vermutet. Doch nach kurzer Zeit stand fest, es war ein Amerikaner. Nur 90 Minuten nach dem Attentat stoppte ihn die Polizei, weil sein Auto kein Nummernschild hatte und nahm ihn fest, weil eine Pistole im Auto gefunden wird. Wenig spĂ€ter wurde er des Anschlags ĂŒberfĂŒhrt. Der Ex-Soldat wurde 2001 hingerichtet, sein Komplize Terry Nichols, der ihm beim Bai der Bombe half, zu 161 Mal lebenslanger Freiheitsstrafe verurteilt.

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