Slowakei, Pellegrini

Slowakei: Pellegrini gewinnt die PrÀsidentschaftswahl

07.04.2024 - 01:11:18

Fast alle Wahlzettel seien ausgezÀhlt. Der Liberale Korcok kann den Sozialdemokraten Pellegrini nicht mehr einholen - Korcok rÀumt seine Niederlage bereits ein.

  • Rund 4,4 Millionen slowakische Wahlberechtigte waren aufgerufen, in einer Stichwahl ein neues Staatsoberhaupt zu wĂ€hlen. Ein PrĂ€sidentschaftskandidat ist Peter Pellegrini. - Foto: Denes Erdos/AP

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  • PrĂ€sidentschaftskandidat Peter Pellegrini, Mitte, feiert nach der Stichwahl in der Slowakei. Laut AuszĂ€hlungen gewinnt er noch in der Nacht die Kandidatur. - Foto: Denes Erdos/AP/dpa

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Rund 4,4 Millionen slowakische Wahlberechtigte waren aufgerufen, in einer Stichwahl ein neues Staatsoberhaupt zu wÀhlen. Ein PrÀsidentschaftskandidat ist Peter Pellegrini. - Foto: Denes Erdos/APPrÀsidentschaftskandidat Peter Pellegrini, Mitte, feiert nach der Stichwahl in der Slowakei. Laut AuszÀhlungen gewinnt er noch in der Nacht die Kandidatur. - Foto: Denes Erdos/AP/dpa

Der sozialdemokratische ParlamentsprĂ€sident Peter Pellegrini hat die PrĂ€sidentschaftswahl in der Slowakei gewonnen. Nach AuszĂ€hlung von 99,8 Prozent der Wahlbezirke lag er mit gut 53 Prozent der Stimmen klar vor dem liberalen Oppositionskandidaten Ivan Korcok, der auf knapp 47 Prozent kam. Das teilte die Wahlkommission mit. UrsprĂŒnglich hatten Umfragen und erste Teilergebnisse ein knapperes Resultat erwarten lassen. Das offizielle Endergebnis soll bis spĂ€testens Sonntagmittag vorliegen.

Korcok rĂ€umte seine Niederlage vor Journalisten in Bratislava ein und gratulierte Pellegrini zum Sieg. Er sei «enttĂ€uscht und desillusioniert», zitierte die Nachrichtenagentur TASR den liberalen Ex-Außenminister, den die liberalen und konservativen Oppositionsparteien auch bei Massenprotesten gegen die Regierung unterstĂŒtzt hatten.

Pellegrini hatte im Wahlkampf mit dem Slogan «Die Slowakei braucht Ruhe» fĂŒr ein Überwinden der tiefen innenpolitischen Spaltung des EU- und Nato-Landes geworben, das im Osten an die Ukraine grenzt. Korcok hingegen versprach, ein Gegengewicht zur linksnationalen Regierung unter MinisterprĂ€sident Robert Fico zu bilden. Korcok tritt fĂŒr eine entschlossene militĂ€rische UnterstĂŒtzung der Ukraine ein, wĂ€hrend Pellegrini bei Waffenlieferungen zur Vorsicht mahnt und sich dabei auch auf die Position von Bundeskanzler Olaf Scholz bezieht.

Ähnlich wie in Deutschland kommt dem Staatsoberhaupt in der Slowakei vor allem eine reprĂ€sentative Rolle zu. Das Wort des PrĂ€sidenten hat in der Öffentlichkeit aber großes Gewicht. Im Fall von Regierungskrisen kann er vorĂŒbergehend selbst eine Regierung einsetzen, wie es zuletzt etwa 2023 geschah.

@ dpa.de