Finanzfahndung durchsucht Sitz von Le Pens Partei
09.07.2025 - 12:17:29 | dpa.de
Finanzfahnder sind am Sitz der Partei von Frankreichs Rechtspopulistin Marine Le Pen angerĂŒckt und haben die BĂŒros des Rassemblement National (RN) durchsucht. Wie die Pariser Staatsanwaltschaft mitteilte, gebe es Hinweise auf eine illegale Finanzierung des PrĂ€sidentschaftswahlkampfs 2022, des Parlamentswahlkampfs 2022 und des Europawahlkampfs 2024. Ein entsprechendes Ermittlungsverfahren sei vor einem Jahr eingeleitet worden.
Die Ermittlungen sollten klĂ€ren, ob diese WahlkĂ€mpfe insbesondere durch illegale Darlehen von Privatpersonen finanziert wurden, die der Partei oder Kandidaten des RN zugutekamen. AuĂerdem gehe es um ĂŒberhöhte Rechnungen fĂŒr Leistungen oder Rechnungen fĂŒr fiktive Leistungen, die spĂ€ter in die AntrĂ€ge auf pauschale staatliche Erstattung der Wahlkampfkosten aufgenommen worden seien, teilte die Staatsanwaltschaft mit. AuĂer der Parteizentrale seien die Hauptsitze mehrerer Gesellschaften sowie die Wohnsitze der GeschĂ€ftsfĂŒhrer dieser Gesellschaften durchsucht worden.
RN-Chef spricht von Angriff auf die Demokratie
RN-Chef Jordan Bardella sprach von einer «spektakulÀren und beispiellosen Aktion», die eindeutig Teil einer neuen Kampagne zum Schikanieren der Partei sei. Es handele sich um einen schweren Angriff auf den Pluralismus und die Demokratie. «Wir wissen gerade einmal, dass alle Akten, die die letzten Regional-, PrÀsidentschafts-, Parlaments- und EuropawahlkÀmpfe betreffen - also die gesamte WahlaktivitÀt der Partei - sich heute in den HÀnden der Justiz befinden.»
Ende MĂ€rz erst hatte ein Gericht Le Pen, ihre Partei und weitere Parteiverantwortliche wegen der Veruntreuung von EU-Geldern verurteilt. Le Pen hat gegen das Urteil Berufung eingelegt und sich an den EuropĂ€ischen Gerichtshof fĂŒr Menschenrechte (EGMR) gewendet.
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