Stubb, PrÀsident

Stubb als neuer PrÀsident von Finnland vereidigt

01.03.2024 - 12:41:24

Finnland hat ein neues Staatsoberhaupt. Auf den 75-jĂ€hrigen Niinistö folgt der 20 Jahre jĂŒngere Stubb. Es ist ein Generationswechsel - aber keiner mit Folgen fĂŒr die finnische Russland-Politik.

Der frĂŒhere MinisterprĂ€sident Alexander Stubb ist neuer PrĂ€sident von Finnland. Der 55-JĂ€hrige legte im finnischen Reichstag in Helsinki seinen Amtseid ab. Damit trat der konservative Politiker die Nachfolge seines Parteikollegen Sauli Niinistö an, der zwölf Jahre lang finnisches Staatsoberhaupt war und das nördlichste Land der EU gemeinsam mit der Regierung 2023 in die Nato gefĂŒhrt hatte.

In seiner Antrittsrede betonte Stubb die Bedeutung von Zusammenarbeit und internationaler Kooperation - globale Herausforderungen wie der Klimawandel und Konflikte könnten nicht nur zwischen gleichgesinnten LÀndern gelöst werden, sagte er. Er rief seine Landsleute dazu auf, Polarisierung zu vermeiden und einander zuzuhören.

«Ich verspreche, die Demokratie zu verteidigen»

«Ich verspreche, fĂŒr ein offenes, sicheres und internationales Finnland zu arbeiten», sagte Stubb. «Ich verspreche, die Demokratie, die Meinungsfreiheit und die Rechtsstaatlichkeit in allen Situationen zu verteidigen. Ich verspreche, zuzuhören, zu diskutieren und mich zu kĂŒmmern. Ich verspreche, dafĂŒr zu kĂ€mpfen, dass Finnland auch in Zukunft ein gutes Land bleibt - das beste Land der Welt fĂŒr uns Finnen.»

Stubb hatte sich Mitte Februar in einer Stichwahl um die PrĂ€sidentschaft knapp gegen den GrĂŒnen-Politiker und Ex-Außenminister Pekka Haavisto durchgesetzt. Er gilt als proeuropĂ€isch und entschiedener UnterstĂŒtzer der Ukraine. Mit Auswirkungen des Amtswechsels auf die finnische Russland-Politik wird daher nicht gerechnet. Finnland grenzt auf einer LĂ€nge von rund 1340 Kilometern an Russland.

Der PrĂ€sident spielt in der finnischen Politik eine aktivere Rolle als in vielen anderen europĂ€ischen LĂ€ndern. Zu seinen wichtigsten Aufgaben zĂ€hlt, gemeinsam mit der Regierung ĂŒber die Außen- und Sicherheitspolitik zu entscheiden. Er ist auch Oberbefehlshaber der finnischen StreitkrĂ€fte. Niinistö, einer der beliebtesten PrĂ€sidenten der finnischen Geschichte, durfte nach zwei sechsjĂ€hrigen Amtszeiten nicht noch einmal kandidieren.

@ dpa.de