Friedensnobelpreis 2026, Navanethem Pillay

Friedensnobelpreis 2026 geht an Navanethem Pillay

Veröffentlicht am: 09.10.2026 um 11:01 Uhr | dts-nachrichtenagentur, AD HOC NEWS

Das norwegische Nobelkomitee hat die diesjährige Auszeichnung am Freitag in Oslo bekannt gegeben. Die Juristin und Menschenrechtsexpertin Navanethem Pillay erhält damit eine der weltweit wichtigsten politischen Ehrungen.

Der Friedensnobelpreis geht in diesem Jahr an Navanethem Pillay. Das teilte das norwegische Nobelkomitee am Freitag in Oslo mit.

Entscheidung in Oslo

Mit der Bekanntgabe endet die Nobelwoche, in der die diesjährigen Preisträger der verschiedenen Kategorien vorgestellt wurden. Weitere Einzelheiten zur Begründung und zur Arbeit der Preisträgerin sollen folgen.

Internationale Anerkennung

Navanethem Pillay ist eine Juristin und Menschenrechtsexpertin aus Südafrika. Sie war unter anderem als Richterin am Internationalen Strafgerichtshof und als UN-Hochkommissarin für Menschenrechte tätig.

Der Friedensnobelpreis wird traditionell am Freitag der Nobelwoche in Oslo bekannt gegeben. Alfred Nobel legte in seinem Testament fest, dass die Auszeichnung jenen gelten soll, die im zurückliegenden Jahr den bedeutendsten Beitrag zur Verständigung zwischen Völkern, zur Verringerung stehender Heere oder zur Förderung von Friedenskongressen geleistet haben.

Die Entscheidung trifft das norwegische Nobelkomitee, dessen Mitglieder vom norwegischen Parlament gewählt werden. Der Preis ist deshalb nicht nur eine persönliche Ehrung, sondern regelmäßig auch ein politisches Signal: Er kann Menschenrechtsarbeit sichtbar machen, internationale Aufmerksamkeit bündeln und den Handlungsspielraum von Akteuren in konfliktreichen Situationen vergrößern.

Einordnung der Auszeichnung

Navanethem Pillay ist als südafrikanische Juristin und Menschenrechtsexpertin international bekannt. Sie war unter anderem Richterin am Internationalen Strafgerichtshof und Hochkommissarin der Vereinten Nationen für Menschenrechte. Ihre Auszeichnung rückt damit Fragen des Völkerrechts, der individuellen Verantwortung für schwere Verbrechen und des Schutzes grundlegender Rechte in den Mittelpunkt.

Für Leser in Deutschland ist die Entscheidung vor allem deshalb relevant, weil internationale Strafverfolgung und Menschenrechtsschutz auf verbindlichen Regeln, unabhängigen Institutionen und politischer Unterstützung beruhen. Die Preisverleihung findet im Dezember in Oslo statt; die Begründung des Komitees wird maßgeblich dafür sein, welchen konkreten Beitrag Pillay nach Ansicht der Jury gewürdigt bekommt.

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