Friedensnobelpreis für Navi Pillay: UN sehen starkes Signal für Menschenrechte
Veröffentlicht am: 09.10.2026 um 11:47 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Die Verleihung des Friedensnobelpreises an die südafrikanische Juristin Navanethem Pillay ist nach Ansicht der Vereinten Nationen ein starkes Signal im Kampf für Menschenrechte.
UN würdigen Einsatz für Menschenrechte
Die Auszeichnung unterstreiche „die Notwendigkeit und den Wert der Menschenrechte - heute mehr denn je“, sagte eine Sprecherin des UN-Hochkommissars für Menschenrechte in Genf. Die Vereinten Nationen reagierten damit mit Freude und Hoffnung auf die Entscheidung.
Hoffnung auf neue Ermutigung
Die Preisverleihung könne andere Menschen dazu ermutigen und weiterhin dazu inspirieren, sich weltweit für den Schutz und die Förderung der Menschenrechte aller einzusetzen, sagte die Sprecherin weiter.
Pillay mit internationaler Erfahrung
Pillay war unter anderem am Internationalen Strafgerichtshof tätig. Von 2008 bis 2014 amtierte sie als Hochkommissarin der Vereinten Nationen für Menschenrechte.
Leitung einer UN-Untersuchungskommission
Von 2021 bis 2025 leitete Pillay die Unabhängige internationale Untersuchungskommission der UN zu den besetzten palästinensischen Gebieten.
Ein Preis im Zeichen universeller Rechte
Die Auszeichnung rückt den Schutz der Menschenrechte in den Mittelpunkt einer internationalen Debatte, in der bewaffnete Konflikte, politische Repression und die Einschränkung rechtsstaatlicher Verfahren eine zentrale Rolle spielen. Pillays beruflicher Weg verbindet nationale Justiz, internationale Strafverfolgung und die Arbeit der Vereinten Nationen.
Erfahrung in internationalen Verfahren
Ihre Tätigkeit am Internationalen Strafgerichtshof steht für den Versuch, schwere Verbrechen nicht allein politisch, sondern auch juristisch zu bewerten. Als UN-Hochkommissarin für Menschenrechte gehörte es zu ihren Aufgaben, Verletzungen grundlegender Rechte öffentlich zu benennen und den Dialog mit Staaten und internationalen Organisationen zu führen.
Bedeutung für die UN
Für die Vereinten Nationen ist der Preis deshalb mehr als eine persönliche Ehrung. Er stärkt die Sichtbarkeit menschenrechtlicher Kontroll- und Untersuchungsarbeit und kann Organisationen sowie Einzelpersonen ermutigen, auch unter schwierigen politischen Bedingungen Beweise zu sichern, Betroffene zu unterstützen und Rechenschaft einzufordern. Zugleich bleibt die Wirkung solcher Auszeichnungen davon abhängig, ob Regierungen Empfehlungen umsetzen und internationale Institutionen ihre Verfahren durchsetzen können.

