Trump, Gemeinde

Trump siegt in arabisch geprÀgter Gemeinde in Michigan

06.11.2024 - 22:16:16

Frust ĂŒber die Nahost-Politik der US-Regierung zeigt sich im Wahlergebnis zweier StĂ€dte im «Swing State» Michigan: Dort legt Trump bei einer WĂ€hlergruppe zu, die sonst eher demokratisch abstimmt.

Unzufriedenheit mit der Nahost-Politik der US-Regierung könnte Donald Trump im «Swing State» Michigan einen Vorteil verschafft haben. In Dearborn, der Stadt mit dem grĂ¶ĂŸten Anteil arabischstĂ€mmiger Menschen in den USA, lag der Republikaner laut vorlĂ€ufigem Endergebnis klar vor der Demokratin Kamala Harris. 

Das Resultat in Dearborn ist eine spĂŒrbare Wende im Vergleich zur Wahl 2020, als Joe Biden dort noch mit deutlichem Vorsprung gewonnen hatte. Ähnliche Entwicklungen waren auch in Hamtramck, einer weiteren Stadt in Michigan mit einer großen arabischstĂ€mmigen Gemeinschaft, zu beobachten, wo er deutlich besser abgeschnitten hat als vor vier Jahren. Trump hatte beide StĂ€dte in den letzten Wochen besucht.

AuffĂ€llig ist, dass die demokratische Kongressabgeordnete Rashida Tlaib – eine prominente Kritikerin der Nahost-Politik der Regierung und selbst mit palĂ€stinensischen Wurzeln – ihren Sitz im ReprĂ€sentantenhaus souverĂ€n verteidigen konnte. Im Wahlkampf verzichtete Tlaib darauf, Parteikollegin Harris zu unterstĂŒtzen, die als VizeprĂ€sidentin die Nahost-Politik von PrĂ€sident Biden mitzuverantworten hat.

Trump hat sich zwar öffentlich fĂŒr ein Ende der Kriege in Nahost ausgesprochen, blieb jedoch konkrete VorschlĂ€ge fĂŒr einen Waffenstillstand schuldig. Zudem warf er Biden wiederholt vor, Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu in Kriegszeiten zu bremsen und nicht ausreichend zu unterstĂŒtzen. WĂ€hrend seines USA-Besuchs im Juli traf Netanjahu neben Biden und Harris auch Trump in dessen Anwesen in Florida.

@ dpa.de