Malaysia, USA

Trump auf Asien-Reise: Xi, Deals und Friedensabkommen

26.10.2025 - 02:30:11

FĂŒr Trump ist Asien ein wichtiger Wirtschaftsraum - mit potenziell vielen Handelsdeals. Es wird auch ein Treffen mit Chinas PrĂ€sident Xi Jinping geben. Kommt es zum Durchbruch im Zollstreit?

  • Trump ist zu seiner Asien-Reise aufgebrochen. - Foto: Mark Schiefelbein/AP/dpa

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  • Mit Spannung wird am Donnerstag das Treffen mit Chinas PrĂ€sident Xi Jinping erwartet. (Archivbild) - Foto: Susan Walsh/AP/dpa

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  • Trump plant in Asien zahlreiche Deals - und will auch der Unterzeichnung eines Friedensabkommens beiwohnen. - Foto: Allison Robbert/FR172296 AP/AP/dpa

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  • Der Apec-Gipfel findet in SĂŒdkorea statt.  - Foto: Anna Ringle/dpa

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  • US-PrĂ€sident Trump hat erst ein Mal zuvor an einem Asean-Gipfel teilgenommen. - Foto: Vincent Thian/AP/dpa

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Trump ist zu seiner Asien-Reise aufgebrochen. - Foto: Mark Schiefelbein/AP/dpaMit Spannung wird am Donnerstag das Treffen mit Chinas PrĂ€sident Xi Jinping erwartet. (Archivbild) - Foto: Susan Walsh/AP/dpaTrump plant in Asien zahlreiche Deals - und will auch der Unterzeichnung eines Friedensabkommens beiwohnen. - Foto: Allison Robbert/FR172296 AP/AP/dpaDer Apec-Gipfel findet in SĂŒdkorea statt.  - Foto: Anna Ringle/dpaUS-PrĂ€sident Trump hat erst ein Mal zuvor an einem Asean-Gipfel teilgenommen. - Foto: Vincent Thian/AP/dpa

US-PrĂ€sident Donald Trump hat seine mehrtĂ€gige Reise in drei asiatische LĂ€nder begonnen - mit Spannung wird am Donnerstag das Treffen mit Chinas PrĂ€sident Xi Jinping in SĂŒdkorea erwartet. Die beiden Volkswirtschaften stehen schon lĂ€nger in einem Handelskonflikt. 

Nach Informationen eines hochrangigen US-Beamten geht es bei der Reise mit Stationen in Malaysia, Japan und SĂŒdkorea vor allem um GesprĂ€che zu Handelsdeals. Das hat Trump in Asien vor:

Malaysia

Erste Station ist Kuala Lumpur, Trump landet dort in der Nacht zu Sonntag mitteleuropÀischer Zeit (Ortszeit Vormittag). Trump will bei der Unterzeichnung eines Friedensabkommens zwischen Thailand und Kambodscha dabei sein - die USA hatten in dem Konflikt vermittelt. Zwischen beiden LÀndern war es im Juli zu tagelangen schweren Gefechten an ihrer 800 Kilometer langen Grenze gekommen. 

Die beiden sĂŒdostasiatischen Nachbarn hatten vor dem Gipfel tagelang ĂŒber strittige Punkte in dem Abkommen verhandelt. Nach Angaben des thailĂ€ndischen Verteidigungsministeriums soll es einen Konsens in verschiedenen Fragen geben, etwa zum Abzug schwerer Waffen aus dem Grenzgebiet sowie zur gemeinsamen MinenrĂ€umung.

Die KÀmpfe hatten mehr als 40 Tote gefordert, Hunderttausende wurden aus der Region vertrieben. Nachdem Trump sich in den Konflikt eingeschaltet hatte, einigten sich beide LÀnder Ende Juli bei einem Treffen in Malaysia auf eine «sofortige und bedingungslose» Waffenruhe. Trump hatte andernfalls mit wirtschaftlichen Konsequenzen gedroht. 

Seither kam es aber auch weiter zu ZwischenfÀllen im Grenzgebiet - jedoch hÀlt die Feuerpause weitgehend. Der Konflikt zwischen den beiden LÀndern schwelt schon seit Jahrzehnten.

Trump trifft sich am Sonntag auch mit dem malaysischen MinisterprĂ€sidenten Anwar Ibrahim und abends (Ortszeit) mit weiteren Staats- und Regierungschefs anlĂ€sslich des Asean-Gipfels sĂŒdostasiatischer Staaten. 

China und die USA wollen nach Angaben aus Peking bereits in Malaysia ihre Verhandlungen im laufenden Handels- und Zollkonflikt fortsetzen. Trump hat bisher ein Mal an einem Asean-Gipfel teilgenommen: WÀhrend seiner ersten Amtszeit reiste er 2017 zum Treffen der Staatengemeinschaft in die philippinische Hauptstadt Manila. 

Japan

Es geht danach weiter nach Japan, wo der US-PrÀsident wahrscheinlich von Kaiser Naruhito empfangen wird. 

Trump plant in Japan unter anderem Treffen mit Unternehmenschefs. Zudem werde er US-Truppen, die in Japan stationiert sind, besuchen, wie es von dem hochrangigen US-Beamten weiter hieß. Auch auf dem Programm steht ein Treffen mit Japans neuer nationalkonservativen MinisterprĂ€sidentin Sanae Takaichi. Das SicherheitsbĂŒndnis mit Japans Schutzmacht USA bezeichnete sie vor Tagen als «Eckpfeiler» ihrer Außen- und Sicherheitspolitik.

SĂŒdkorea

In SĂŒdkorea, wo Ende Oktober der Gipfel der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft (Apec) stattfindet, wird Trump laut den US-Angaben vor Wirtschaftsvertretern eine Rede halten. Er trifft sich auch mit SĂŒdkoreas PrĂ€sident Lee Jae Myung, es wird zudem ein Staatsbankett geben. 

Die beiden Staaten stehen kurz vor dem Abschluss eines Handelsdeals, der eine Reduzierung der von Trump verhĂ€ngten Strafzölle von 25 Prozent auf 15 Prozent beinhalten dĂŒrfte. Im Gegenzug fordert der US-PrĂ€sident sĂŒdkoreanische Investitionen in den USA in Höhe von 350 Milliarden Dollar. Noch ist unklar, in welchem zeitlichen Rahmen Seoul die Investitionen tĂ€tigen wird. 

Am Donnerstag ist das bilaterale Treffen mit Xi in Busan in SĂŒdkorea geplant. US-Medien hatten im Vorfeld die Frage aufgeworfen, ob die USA ihre Haltung zur UnabhĂ€ngigkeit Taiwans zugunsten Chinas mit Blick auf die HandelsgesprĂ€che verĂ€ndern könnten. Laut dem hochrangigen US-Beamten soll es schwerpunktmĂ€ĂŸig aber um Handel gehen. Vonseiten der USA bestĂŒnde keine Absicht, weitere Themen anzusprechen.

China betrachtet Taiwan als Teil seines Gebiets, obwohl die Insel mit ihren rund 23 Millionen Einwohnern seit Jahrzehnten unabhĂ€ngig regiert wird. Eine Annektierung Taiwans zĂ€hlt zu den wichtigsten Zielen der kommunistischen Regierung Chinas. Wiederholt drohte Peking, dies durch das MilitĂ€r erreichen zu wollen, sollte es nicht auf friedlichem Wege gelingen. Die USA sind Taiwans wichtigster VerbĂŒndeter.

Und Nordkorea?

Im Vorfeld der Reise hatten Medien spekuliert, ob es womöglich auch zu einem Treffen mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un kommen könnte. Trump ließ das zuletzt offen, antwortete nicht konkret. Generell hatte er schon lĂ€nger seine Bereitschaft fĂŒr ein Treffen in der Zukunft erklĂ€rt. Auf dieser Reise steht das laut dem hochrangigen US-Beamten aber nicht auf dem Programm. 

Donald Trump und Kim Jong Un hatten sich wĂ€hrend der ersten Amtszeit des US-PrĂ€sidenten mehrfach zu GesprĂ€chen getroffen. Bislang hĂ€lt die US-Regierung an ihrem Ziel fest, Nordkorea nuklear vollstĂ€ndig abrĂŒsten zu wollen. Das Land wird wegen seines Atomprogramms mit weitreichenden UN-Sanktionen sowie zusĂ€tzlichen US-Sanktionen belegt.

@ dpa.de