Kolumbien, Iran, Grönland: Wem Trump noch droht
05.01.2026 - 10:31:15Washington â Nach dem spektakulĂ€ren US-MilitĂ€reinsatz zur Festnahme von Venezuelas autoritĂ€rem Staatschef NicolĂĄs Maduro setzt US-PrĂ€sident Donald Trump das sĂŒdamerikanische Land weiter unter Druck. Mit erster Wirkung: Die geschĂ€ftsfĂŒhrende PrĂ€sidentin Delcy RodrĂguez, die sich nach dem US-Angriff zunĂ€chst unbeugsam gezeigt hatte, signalisiert Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit Washington. Doch Venezuela ist nicht das einzige Land, dem der US-PrĂ€sident nach Maduros Festnahme droht. Ein Ăberblick:
Kolumbien
Folgt Kolumbien auf Venezuela? Ăber das Nachbarland Venezuelas sagte Trump, es sei «sehr krank» und werde von einem «kranken Mann» regiert, der es liebe, «Kokain zu produzieren und es in die Vereinigten Staaten zu verkaufen». Das werde er «nicht mehr lange machen», sagte Trump â ohne ins Detail zu gehen, was er konkret damit meinte.Â
Der US-PrĂ€sident hatte Kolumbiens Staatschef Gustavo Petro zuvor bereits mehrfach heftig kritisiert. Auf die Nachfrage einer Journalistin, ob es einen MilitĂ€reinsatz gegen Kolumbien geben werde, sagte Trump nun: «Das klingt fĂŒr mich gut.»Â
Iran
Angesichts von Berichten ĂŒber Tote bei den jĂŒngsten regierungskritischen Protesten im Iran drohte Trump nun auch der FĂŒhrung in Teheran erneut mit einem Eingreifen. Die USA beobachteten die Proteste sehr genau, sagte Trump wĂ€hrend eines Flugs nach Washington vor Journalisten. «Wenn sie damit anfangen, Leute zu töten, wie sie es in der Vergangenheit auch getan haben, dann werden sie, denke ich, von den Vereinigten Staaten sehr hart getroffen werden», sagte Trump. «Wir beobachten das sehr genau.» Unklar blieb, welche Schritte die USA möglicherweise erwĂ€gen.Â
Grönland
Immer wieder Ă€uĂert sich Trump auch zu Grönland. Zuletzt sagte er am Sonntagabend (Ortszeit) erneut, «wir brauchen Grönland mit Blick auf die nationale Sicherheit». Die Insel sei von groĂer strategischer Bedeutung, sei aktuell aber von russischen und chinesischen Schiffen umgeben. «DĂ€nemark wird das nicht schaffen, das kann ich Ihnen sagen», sagte Trump. Auch fĂŒr die EuropĂ€ische Union sei klar, dass die USA Grönland «haben» sollten, behauptete Trump. Grönland ist ein autonom verwaltetes Gebiet in der Arktis, das zu DĂ€nemark gehört.
Kuba
Mit Blick auf Kuba war es US-AuĂenminister Marco Rubio, der sich zuletzt zu der dortigen Regierung Ă€uĂerte. Er bezeichnete die Regierung in Kuba als «riesiges Problem». Das sagte er dem US-Sender NBC News auf die Frage, ob nach dem US-Angriff auf Venezuela nun Kuba folge. Zwar wolle er nicht ĂŒber zukĂŒnftige Schritte der US-Regierung mit Blick auf Kuba sprechen. «Aber ich denke, es ist kein Geheimnis, dass wir keine groĂen Fans des kubanischen Regimes sind.» Dieses habe Venezuelas nun entmachteten Staatschef NicolĂĄs Maduro unterstĂŒtzt, sagte Rubio weiter.Â
Kuba wird seit dem Sieg der Revolution 1959 autoritĂ€r regiert. Die Kommunistische Partei kontrolliert Staat, Wirtschaft und Gesellschaft. Die Beziehungen zwischen Havanna und Washington sind seit Jahrzehnten angespannt - Schritte zu einer vorsichtigen AnnĂ€herung unter US-PrĂ€sident Barack Obama hat Donald Trump wieder rĂŒckgĂ€ngig gemacht.
Mexiko
Nur wenige Stunden nach dem US-Einsatz in Venezuela stellte Trump die AutoritĂ€t von Mexikos PrĂ€sidentin Claudia Sheinbaum infrage. Diese hatte US-EinsĂ€tze gegen Drogenkartelle in ihrem Land abgelehnt. «Sie regiert Mexiko nicht, das tun die Kartelle. Wir mĂŒssen mit Mexiko etwas tun», sagte der US-PrĂ€sident.





