Binnenmarkt, Krisen

EU will Binnenmarkt besser fĂŒr Krisen wappnen

01.02.2024 - 18:14:07

Geschlossene Grenzen und LieferengpĂ€sse haben die EU-LĂ€nder in der Corona-Pandemie vor große Herausforderungen gestellt. Probleme sollen sich nicht wiederholen - dafĂŒr soll es neue EU-Regeln geben.

Mit einem neuen Notfallinstrument soll der EU-Binnenmarkt kĂŒnftig besser gegen Krisen wie die Corona-Pandemie geschĂŒtzt werden, etwa indem Grenzschließungen erschwert werden. UnterhĂ€ndlerinnen und UnterhĂ€ndler des EuropĂ€ischen Parlaments und der EU-Staaten wollen durch das Instrument unter anderem gewĂ€hrleisten, dass Lieferketten fĂŒr kritische GĂŒter und Dienstleistungen stabil bleiben, wie aus Mitteilungen der beiden Institutionen hervorging.  

Das Instrument baue auf den Lehren auf, die aus den jĂŒngsten Krisen wie der Corona-Pandemie, dem russischen Angriffskrieg in der Ukraine und der Energiekrise gezogen wurden, teilten die EU-Staaten mit.  Die Vorgaben dienen demnach dazu, die Auswirkungen kĂŒnftiger Krisen vorherzusehen, sich darauf vorzubereiten und darauf zu reagieren.

Das Notfallinstrument stĂ€rke ein besseres Krisenmanagement, davon profitierten vor allem Menschen in Grenzgebieten, erklĂ€rte der binnenmarktpolitische Sprecher der EVP-Fraktion, Andreas Schwab (CDU). «Wir haben jetzt eine schwarze Liste an GrĂŒnden zusammengefasst, die eine Grenzschließung nicht mehr rechtfertigen.» Der Kommission soll es zudem möglich sein, im Namen der Mitgliedstaaten notwendige GĂŒter zu beschaffen und Unternehmen aufzufordern, bestimmte GĂŒter wie zum Beispiel Impfstoffe vorrangig herzustellen, so Schwab.

Bevor das Abkommen fĂŒr alle Mitgliedsstaaten verbindlich in Kraft tritt, muss es von den EU-Staaten und dem Parlament angenommen werden. In den meisten FĂ€llen ist das eine Formsache.

@ dpa.de