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Russische Angriffe: Atombehörde warnt vor Unfall in AKW

04.06.2025 - 00:59:55

IAEA-Chef Grossi ist alarmiert. Die Sicherheit der AKW in der Ukraine sei weiter bedroht. Am Dienstag hÀtten die IAEA-Expertenteams wegen Luftangriffswarnungen dreimal in die SchutzrÀume gemusst.

  • IAEA-Direktor Grossi geht davon aus, dass sie PrĂ€senz seiner Organisation vor Ort unerlĂ€sslich ist. (Archivbild) - Foto: Victor/XinHua/dpa

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  • Grossi will mit der IAEA beim Wiederaufbau der Energie-Infrastruktur in der Ukraine dabei sein.(Archivbild) - Foto: Roland Schlager/apa/dpa

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IAEA-Direktor Grossi geht davon aus, dass sie PrÀsenz seiner Organisation vor Ort unerlÀsslich ist. (Archivbild) - Foto: Victor/XinHua/dpaGrossi will mit der IAEA beim Wiederaufbau der Energie-Infrastruktur in der Ukraine dabei sein.(Archivbild) - Foto: Roland Schlager/apa/dpa

Die internationale Atombehörde IAEA warnt angesichts der jĂŒngsten russischen Angriffe auf die Ukraine vor der Gefahr eines atomaren Unfalls in einem Kernkraftwerk. «Es ist klar, dass die Gefahren fĂŒr die nukleare Sicherheit weiterhin sehr real und allgegenwĂ€rtig sind», sagte IAEA-Chef Rafael Grossi bei einem Besuch am Dienstag in der ukrainischen Hauptstadt Kiew. Seine Teams hĂ€tten berichtet, «dass dies der intensivste Tag mit Luftangriffsalarmen war, den sie seit Ende letzten Jahres erlebt haben».

Grossi sagte laut IAEA-Mitteilung weiter, die PrĂ€senz der IAEA vor Ort sei auch mehr als drei Jahre nach Beginn des Kriegs nach wie vor unerlĂ€sslich, um die Gefahr eines schweren nuklearen Unfalls zu vermeiden. Die Lage sei auch fĂŒr die nukleare Sicherheit weiter gefĂ€hrlich. Die Expertenteams hĂ€tten wegen ungewöhnlich hĂ€ufigen Luftangriffswarnungen bis zu drei Mal in die SchutzrĂ€ume gemusst. Grossi fĂŒgte hinzu, es sei aber auch von entscheidender Bedeutung, sich auf die Wiederaufbauphase der Energieinfrastruktur vorzubereiten, in der die IAEA ebenfalls eine wichtige Rolle spielen könne.

Die IAEA spielt seit Beginn des russischen Angriffskriegs beim Schutz und der Überwachung des Zustands und der Sicherheit der ukrainischen Kernkraftwerke eine zentrale Rolle. Sie schickt regelmĂ€ĂŸig Experten-Teams zu den aktiven Reaktorstandorten in Riwne und Chmelnyzkyj und ist seit September 2022 dauerhaft im Atomkraftwerk Saporischschja, das seit MĂ€rz 2022 unter russischer Kontrolle steht. 

Der ukrainische PrĂ€sident Wolodymyr Selenskyj sagte auf der Plattform X, alle Ideen Russlands, das Kernkraftwerk Saporischschja ohne die Ukraine wieder in Betrieb zu nehmen, seien absurd und gefĂ€hrlich. Deshalb mĂŒsse die IAEA ohne kĂŒnstliche Hindernisse in der Anlage prĂ€sent sein.

Die im Februar 2022 von Russland angegriffene Ukraine deckt ĂŒber die HĂ€lfte ihres Strombedarfs mit Atomenergie. Immer wieder versucht das russische MilitĂ€r durch gezielte Angriffe auf Kraftwerke und das Stromnetz die ukrainische Stromversorgung lahmzulegen. Das im Gebiet Saporischschja liegende mit sechs Blöcken grĂ¶ĂŸte Atomkraftwerk Europas wird seit 2022 von russischen Truppen besetzt gehalten. Das AKW wurde aus SicherheitsgrĂŒnden heruntergefahren.

@ dpa.de