FĂŒr Frederiksen geht es um alles: Wahl in DĂ€nemark gestartet
24.03.2026 - 08:30:29 | dpa.deUnter dem Eindruck unsicherer Zeiten hat in DĂ€nemark die Parlamentswahl begonnen: Rund 4,3 Millionen DĂ€ninnen und DĂ€nen können bis 20 Uhr ĂŒber die Zukunft ihres Landes abstimmen. Erste Prognosen werden unmittelbar nach SchlieĂung der Wahllokale erwartet. Ein vorlĂ€ufiges Endergebnis könnte im Laufe der Wahlnacht feststehen. Umfragen sehen die Sozialdemokraten von Regierungschefin Mette Frederiksen vorn - allerdings mit einem schlechteren Ergebnis als 2022.Â
Eine Regierungsbildung könnte fĂŒr sie auĂerdem schwierig werden. Denn fĂŒr ihre bisherige Koalition mit der rechtsliberalen Venstre und der Mitte-Partei Moderaterne sieht es in Umfragen nicht gut aus. MinisterprĂ€sident werden will auch der rechtsliberale Verteidigungsminister Troels Lund Poulsen. Doch die bĂŒrgerlich-konservativen Parteien sind sich in vielen Punkten nicht einig. Und fĂŒr sie könnte es Ă€hnlich wie fĂŒr die links-grĂŒnen Parteien nach der Wahl nicht fĂŒr eine Mehrheit von 90 der 179 Sitze im Parlament reichen.
Minderheitsregierungen nicht unĂŒblich
Eine Joker-Rolle dĂŒrfte deshalb erneut der Partei Moderaterne um den Ex-Regierungschef und derzeitigen AuĂenminister Lars LĂžkke Rasmussen zukommen. Minderheitsregierungen sind in DĂ€nemark normal - entscheidend ist es fĂŒr eine Koalition, keine Mehrheit gegen sich zu haben. Je zwei Sitze im dĂ€nischen Parlament sind fĂŒr Politiker aus Grönland und von den FĂ€röer Inseln vorgesehen.Â
Frederiksen hofft, den RĂŒckenwind aus der Grönland-Krise mit in die Wahl nehmen zu können: Mit ihrer Standhaftigkeit gegenĂŒber den USA hatte sie die DĂ€nen im Konflikt um die Arktisinsel ĂŒberzeugt. Um sicherheitspolitische Themen ging es im Wahlkampf aber wenig - zu groĂ ist die Einigkeit der Parteien in vielen Bereichen. Stattdessen hatten die Spitzenpolitiker unter anderem ĂŒber die konventionelle Schweinezucht und sauberes Trinkwasser gestritten.
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