London, Russlands

London: Russlands MilitÀrkosten erhöhen Druck auf Wirtschaft

23.10.2023 - 09:18:59

Im kommenden Jahr will Russland sechs Prozent seines Bruttoinlandsprodukts fĂŒr Verteidigung ausgeben. Nach EinschĂ€tzung von Fachleuten wird das die russische Wirtschaft deutlich belasten.

Der massive Anstieg der russischen Staatsausgaben fĂŒr Verteidigung wird die russische Wirtschaft nach britischer EinschĂ€tzung deutlich belasten. «Kontinuierlich erhöhte MilitĂ€rausgaben werden höchstwahrscheinlich zum Inflationsdruck in Russland beitragen», teilte das britische Verteidigungsministerium mit. Der Anstieg der MilitĂ€rausgaben werde die Regierung vermutlich zwingen, zur Kriegsfinanzierung schwierige Entscheidungen zu treffen - das erhöhe den Druck auf Unternehmen.

Der Haushaltsplan fĂŒr 2024 sehe im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von 68 Prozent fĂŒr Verteidigung vor. Damit stiegen die Ausgaben in diesem Bereich auf sechs Prozent des Bruttoinlandsprodukts, hieß es in London weiter. «Im Gegensatz dazu werden die Ausgaben fĂŒr Bildung und Gesundheit auf dem Stand von 2023 eingefroren, was aufgrund der Inflation einer realen AusgabenkĂŒrzung entspricht.»

Das britische Ministerium wies zudem darauf hin, dass wegen der hohen Opferzahlen im Angriffskrieg gegen die Ukraine die Ausgaben fĂŒr die Versorgung verletzter Soldaten sowie die finanzielle Hilfe fĂŒr Angehörige der Getöteten stiegen. Nach britischen Informationen wurden seit Kriegsbeginn im Februar 2022 etwa 150.000 bis 190.000 russische Soldaten getötet oder dauerhaft verwundet.

Das britische Verteidigungsministerium veröffentlicht seit Beginn des russischen Angriffskriegs in der Ukraine tÀglich Informationen zum Kriegsverlauf. Moskau wirft London Desinformation vor.

@ dpa.de