Heftige, Wortgefechte

Heftige Wortgefechte bei TV-Duell zwischen Trump und Harris

11.09.2024 - 04:45:00

Im US-Fernsehen ist am Dienstagabend (Ortszeit) das TV-Duell zwischen Ex-PrÀsident Donald Trump und der amtierenden VizeprÀsidentin Kamala Harris ausgestrahlt worden.

Inhaltlich gab es wenig Unterschiede zu dem im Juni gefĂŒhrten TV-Duell zwischen Trump und dem amtierenden PrĂ€sidenten Biden, das schließlich zum RĂŒckzug Bidens aus dem Wahlkampf gefĂŒhrt hatte. Wie damals betonte Trump, das Land in seiner Amtszeit hervorragend durch die Pandemie gefĂŒhrt und den Chinesen Geld abgenommen zu haben. Harris warb fĂŒr Steuerentlastungen fĂŒr niedrige Einkommen und kleine Betriebe und unterstellte Trump, am Ende seiner Amtszeit die höchste Arbeitslosigkeit seit Jahrzehnten und das grĂ¶ĂŸte Handelsdefizit hinterlassen zu haben. Beim Thema Abtreibung warf Trump dem Harris-Lager wie schon beim ersten Duell vor, Abtreibung bis zum neunten Monat und angeblich "Hinrichtungen" von Babys nach der Geburt zu befĂŒrworten. Harris bezeichnete er als "Marxist". Angesprochen darauf, ob er in Bezug auf den Sturm auf das Kapitol irgendetwas bereue, stritt Trump jede Schuld ab.

Er habe in seiner Rede vor den Ereignissen dazu aufgerufen, "friedlich und patriotisch" zu demonstrieren. Harris erzĂ€hlte, dass sie an dem Tag im Kapitol gewesen sei, Trump habe den Mob angeheizt. Deutschland wurde auch Thema: Er habe in seiner Amtszeit die Nord-Stream-Pipeline angeblich schon "beendet" gehabt, sagte Trump, Biden dagegen habe sie an seinem ersten Amtstag wieder "zurĂŒckgebracht". Der Frage, ob die Ukraine den Krieg gewinnen solle, wich Trump wiederholt aus. Es sei im Interesse der USA, dass der Krieg schnell ende. Wenn er wieder PrĂ€sident sei, so Trump, werde er schnell mit Putin und Selenskyj telefonieren und den Krieg beenden. Harris unterstrich, dass die Ukraine unabhĂ€ngig bleiben mĂŒsse, dies sei nur der funktionierenden Nato zu verdanken, die Trump verlassen wolle. Trump wirkte in der Sendung routiniert und versuchte zunĂ€chst, wenn er nicht an der Reihe war, Ruhe auszustrahlen. Bei seinen RedebeitrĂ€gen wurde er dann aber im Laufe der Sendung immer aggressiver. Harris war dagegen vor allem zu Beginn sichtlich aufgeregt, gestikulierte und lachte hĂ€ufig, wurde aber gegen Ende ruhiger und kam damit letztlich unfallfrei durch die Debatte.

@ dts-nachrichtenagentur.de