Migranten, Leben

Erneut Migranten bei Überfahrt ums Leben gekommen

12.03.2024 - 14:05:04

Immer mehr Migranten aus Afrika wĂ€hlen die Kanaren-Route, um nach Spanien und damit in die EU zu gelangen. Dieser Weg ist sehr gefĂ€hrlich. FĂŒr viele endet er tödlich.

Bei der Überfahrt eines afrikanischen Migrantenbootes zu den Kanaren sind mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen. Man sei dem in Not geratenen Boot am Dienstag im Atlantik rund 140 Kilometer sĂŒdlich der Insel Gran Canaria mit einem Schiff und zwei Hubschraubern zu Hilfe geeilt, teilte der spanische Seerettungsdienst mit. Dabei seien 38 der 40 Insassen lebend geborgen worden. Bei den zwei Todesopfern handele es sich um mĂ€nnliche Erwachsene, hieß es. Vier der Geretteten seien in ernstem Zustand auf Gran Canaria ins Krankenhaus gebracht worden.

Nach Angaben der angesehenen spanischen Hilfsorganisation «Caminando Fronteras» sind im vorigen Jahr mindestens 6618 Migranten bei dem Versuch gestorben, Spanien auf dem Seeweg zu erreichen. Das waren 177 Prozent mehr als im Jahr 2022, als mindestens 2390 TodesfĂ€lle registriert wurden. Den grĂ¶ĂŸten Teil der Todesopfer, und zwar 6007, gab es demnach im vorigen Jahr auf der Route von Westafrika zu den Kanaren. Auf der sogenannten Mittelmeer-Route sowie an der Straße von Gibraltar wurden laut der Organisation insgesamt 611 TodesfĂ€lle registriert.

Auf der Inselgruppe der Kanaren rund 100 Kilometer vor der NordwestkĂŒste Afrikas kommen schon seit lĂ€ngerer Zeit vermehrt FlĂŒchtlingsboote an. Dieses PhĂ€nomen hat sich seit dem vorigen Herbst weiter verstĂ€rkt. Es wird vermutet, dass es unter anderem mit der politischen und sozialen Krise im Senegal zusammenhĂ€ngt.

@ dpa.de