MilitÀrflugzeug, Wohngebiet

MilitĂ€rflugzeug stĂŒrzt ĂŒber Wohngebiet im Sudan ab - 46 Tote

26.02.2025 - 13:49:29 | dpa.de

Immer wieder geraten Zivilisten beim Machtkampf im Sudan zwischen die Fronten. Auch beim Absturz eines MilitÀrflugzeugs gab es viele zivile Opfer.

Ein zerstörtes Auto steht im sudanesischen Omdurman vor einem Haus voller EinschĂŒsse. (Archivbild) - Foto: Mudathir Hameed/dpa
Ein zerstörtes Auto steht im sudanesischen Omdurman vor einem Haus voller EinschĂŒsse. (Archivbild) - Foto: Mudathir Hameed/dpa

Beim Absturz eines sudanesischen MilitĂ€rflugzeugs im Großraum der Hauptstadt Khartum sind mindestens 46 Menschen ums Leben gekommen. Die Maschine war kurz nach dem Start am Dienstagabend aus bisher unbekannter Ursache ĂŒber einem Wohngebiet in Omdurman abgestĂŒrzt. 

Wie das Informationsministerium in Khartum berichtete, starben 17 MilitĂ€rangehörige an Bord der Maschine, unter ihnen hochrangige Offiziere. Nach Abschluss der Rettungs- und Bergungsarbeiten im Absturzgebiet wurde die Zahl der getöteten Zivilisten mit 29 angegeben. Außerdem seien zehn Menschen verletzt worden, hieß es. 

Ob das Flugzeug technische Probleme hatte oder vor dem Absturz womöglich von der Miliz RSF beschossen worden war, war zunÀchst nicht bekannt.

In dem Land im Nordosten Afrikas findet seit bald zwei Jahren ein blutiger Machtkampf statt. Dabei stehen sich Machthaber Abdel Fattah al-Burhan und dessen frĂŒherem Stellvertreter Mohamed Hamdan Daglo, der die RSF kommandiert, gegenĂŒber.

Der Konflikt hat nach UN-Angaben zur Flucht von mehr als 12,5 Millionen Menschen innerhalb des Sudans und in die NachbarlĂ€nder gefĂŒhrt. In Teilen des Landes droht eine Hungersnot. Internationale Vermittlungsversuche blieben bisher erfolglos.

Regierungstruppen vermeldeten zuletzt Gebietsgewinne

WĂ€hrend die Armee in den vergangenen Wochen vor allem im Großraum Khartum sowie im landwirtschaftlich bedeutenden Bundesstaat Dschasira wichtige Gebietsgewinne gemacht hat, kontrolliert die RSF unter anderem den grĂ¶ĂŸten Teil der westlichen Region Darfur. Beiden Seiten werden Kriegsverbrechen und Menschenrechtsvergehen vorgeworfen.

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