Iranischer General bei Explosion in Syrien getötet
01.04.2024 - 18:30:51 | dpa.de
Bei einem mutmaĂlich israelischen Luftangriff in der syrischen Hauptstadt Damaskus ist nach Angaben aus Teheran ein General der iranischen Revolutionsgarden (IRGC) getötet worden. Mohammad Resa Sahedi, Brigadegeneral der IRGC-Auslandseinheit, sei ums Leben gekommen, berichtete Irans staatlicher Rundfunk.
Der Iran macht Israel fĂŒr den tödlichen Angriff auf die Konsularabteilung der iranischen Botschaft in Damaskus verantwortlich. Sahedi war laut der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim fĂŒr EinsĂ€tze in Syrien und im Libanon verantwortlich.Â
Die in GroĂbritannien ansĂ€ssige Syrische Beobachtungsstelle fĂŒr Menschenrechte berichtete, dass sieben weitere Mitglieder der Revolutionsgarden getötet worden seien.
Syrien reagiert auf Angriff
Laut der staatlichen syrischen Nachrichtenagentur Sana zielte die Explosion auf die Konsularabteilung unmittelbar neben dem GebĂ€ude der iranischen Botschaft. Demnach wurde das gesamte GebĂ€ude zerstört. Bilder in sozialen Medien zeigten starken Rauch und TrĂŒmmer neben dem HauptgebĂ€ude der iranischen Botschaft. Die syrische Luftverteidigung habe auf den Angriff reagiert und einige Raketen abgeschossen, hieĂ es weiter.Â
Laut dem iranischen Staatsfernsehen befand sich im Erdgeschoss des betroffenen GebĂ€udeteils die Residenz des Botschafters Hussein Akbari. Der Diplomat und seine Familie seien jedoch unversehrt, hieĂ es. Wegen eines religiösen Feiertags dĂŒrften sich dort keine Angestellten aufgehalten haben.
Israels Luftwaffe bombardiert immer wieder Ziele im benachbarten Syrien und will damit verhindern, dass der Iran und mit ihm verbĂŒndete Milizen wie die libanesische Hisbollah ihren militĂ€rischen Einfluss in dem Land ausweiten. Seit Beginn des Gaza-Kriegs vor knapp sechs Monaten haben die Angriffe zugenommen. Bereits am Sonntag wurden Ziele bei Damaskus bombardiert.Â
Am Freitag waren bei schweren Luftangriffen im Nordwesten Syriens in der Provinz Aleppo mehr als 50 Menschen getötet worden. Der Beobachtungsstelle fĂŒr Menschenrechte zufolge waren die meisten Opfer syrische MilitĂ€rangehörige. Auch Mitglieder der schiitischen Hisbollah-Miliz seien unter den Opfern gewesen, hieĂ es. Derart hohe Opferzahlen infolge mutmaĂlicher israelischer Luftangriffe sind allerdings selten
Bereits Ende Dezember wurde bei einem mutmaĂlich israelischen Luftangriff der iranische General Sejed-Rasi Mussawi, ein ranghohes IRGC-Mitglied, in einem Vorort der syrischen Hauptstadt Damaskus getötet. Irans RevolutionswĂ€chter reagierten Mitte Januar mit massiven Raketenangriffen als Vergeltung auf Ziele in Syrien und im Irak. Die Raketen flogen rund 1200 Kilometern weit. Dies wurde von Beobachtern auch als klares Signal an Israel gedeutet. Es wĂ€re in etwa die gleiche Entfernung, die Raketen vom Westen des Landes aus benötigen, um Tel Aviv oder Jerusalem zu erreichen.
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