Moskau, VerÀnderungen

Moskau kĂŒndigt VerĂ€nderungen in seiner Atomdoktrin an

18.06.2024 - 17:34:56

Immer wieder kommen aus Moskau Drohungen zu einem möglichen Einsatz von Atomwaffen. Bislang setzt die russische Atomdoktrin dem allerdings einen engen Rahmen. Nun soll sie wohl verÀndert werden.

Vor dem Hintergrund seines Angriffskriegs gegen die Ukraine plant Russland nach Angaben aus dem Außenministerium eine Änderung seiner Atomdoktrin. Die Erfahrung der «militĂ€rischen Spezialoperation» und das Verhalten des Westens hĂ€tten gezeigt, dass einige in der MilitĂ€rdoktrin beschriebene Parameter angepasst werden mĂŒssten - darunter auch die Politik der nuklearen Abschreckung, sagte der stellvertretende Außenminister Sergej Rjabkow russischen Nachrichtenagenturen zufolge. Detaillierter wollte er sich nicht Ă€ußern.

Nach Angaben Rjabkows hĂ€ngen die Neuformulierungen damit zusammen, dass sich die internationale Lage immer weiter verkompliziert. Er sagte, dass die Arbeit an den VerĂ€nderungen noch nicht abgeschlossen sei. Es gebe auch keinen Zeitrahmen fĂŒr die Fertigstellung einer neuen Doktrin.

Die bisher gĂŒltige russische Atomdoktrin besagt, dass Moskau in zwei FĂ€llen Atomwaffen verwenden darf: im Falle eines atomaren Angriffs auf Russland oder wenn ein Angriff mit konventionellen Waffen die Existenz des Landes gefĂ€hrdet. Die vage Definition hat einige Hardliner dazu bewegt, den Kreml zu einer VerschĂ€rfung der Doktrin zu drĂ€ngen, um den Westen zu nötigen, die Warnungen ernster zu nehmen.

@ dpa.de