USA, Grönland

Demonstrationen in DÀnemark gegen Trumps GrönlandplÀne

Veröffentlicht am: 17.01.2026 um 14:52 Uhr | dpa.de

In DĂ€nemark und auf Grönland versammeln sich die Menschen, um gegen die ÜbernahmeplĂ€ne von US-PrĂ€sident Donald Trump zu demonstrieren. Auch US-Parlamentarier ergreifen das Wort.

  • Eine Gruppe US-Parlamentarier ist nach DĂ€nemark gereist. - Bild: Ida Marie Odgaard/Ritzau Scanpix Foto via AP/dpa
    Eine Gruppe US-Parlamentarier ist nach DĂ€nemark gereist. - Bild: Ida Marie Odgaard/Ritzau Scanpix Foto via AP/dpa
  • Die Menschen demonstrierten lautstark gegen die PlĂ€ne von Donald Trump. - Bild: Emil Helms/Ritzau Scanpix Foto via AP/dpa
    Die Menschen demonstrierten lautstark gegen die PlÀne von Donald Trump. - Bild: Emil Helms/Ritzau Scanpix Foto via AP/dpa
Eine Gruppe US-Parlamentarier ist nach DÀnemark gereist. - Bild: Ida Marie Odgaard/Ritzau Scanpix Foto via AP/dpa Die Menschen demonstrierten lautstark gegen die PlÀne von Donald Trump. - Bild: Emil Helms/Ritzau Scanpix Foto via AP/dpa

Tausende Menschen haben am Mittag in Kopenhagen und weiteren dĂ€nischen StĂ€dten gegen die GrönlandplĂ€ne von US-PrĂ€sident Donald Trump demonstriert. «Die Botschaft aus Kopenhagen ist laut und deutlich. Grönland ist keine Handelsware», sagte OberbĂŒrgermeisterin Sisse Marie Welling dĂ€nischen Medien zufolge.

Auf dem Rathausplatz waren etlichen Grönland- und DĂ€nemarkfahnen zu sehen. Die riesige Arktisinsel, die Trump fĂŒr die Sicherheit der USA ĂŒbernehmen will, ist Teil des Königreichs DĂ€nemarks. «Grönland steht nicht zum Verkauf», war auf einem Schild der Demonstranten zu lesen. In Aarhus sagte BĂŒrgermeister Anders Winnerskjold dem Sender DR, Grönland sei «nicht allein».

Auch auf der Arktisinsel selbst sind heute Demonstrationen gegen die US-Politik geplant. «Wir fordern die Achtung des Selbstbestimmungsrechts Grönlands und die Achtung des grönlĂ€ndischen Volkes. Dies ist nicht nur ein Kampf fĂŒr Grönland, sondern auch fĂŒr die ganze Welt», hatte Poul Johannesen, Initiator der grönlĂ€ndischen BĂŒrgerinitiative «HĂ€nde weg von Kalaallit Nunaat», zur AnkĂŒndigung der Demonstration auf Grönland gesagt.

US-Parlamentarier wollen mit Rubio sprechen

Vor dem Start der Kopenhagener Demo bekrĂ€ftigten mehrere US-Parlamentarier ihre UnterstĂŒtzung des Widerstands gegen Trump. «Grönland ist Teil DĂ€nemarks, und DĂ€nemark ist ein Nato-VerbĂŒndeter», sagte der demokratische Senator Chris Coons wĂ€hrend einer Pressekonferenz in der dĂ€nischen Hauptstadt. «Meiner Meinung nach sollte damit diese Diskussion beendet sein.»

Trump hatte wiederholt gesagt, dass die Vereinigten Staaten das grĂ¶ĂŸtenteils von Eis bedeckte Grönland ĂŒbernehmen wollen. Trump begrĂŒndet dies mit einer Bedrohung durch China und Russland in der Region. LĂ€ndern, die gegen sein Vorhaben eintreten, drohte er zuletzt mit Strafzöllen.

Coons bezeichnete die Aussagen als «nicht konstruktiv». Die derzeitige Behandlung DĂ€nemarks könnte der Beziehung beider LĂ€nder nachhaltig schaden. Wie könne den USA vertraut werden, wenn der Nato-VerbĂŒndete DĂ€nemark im Stich gelassen werde, fragte der den Bundesstaat Delaware vertretende Coons. Die Delegation kĂŒndigte an, mit US-Außenminister Marco Rubio Kontakt aufnehmen zu wollen.

Die elf US-Parlamentarier, die nach DĂ€nemark gereist waren, versuchten zu verdeutlichen, dass Trumps Vorhaben in den USA auch auf Widerstand stoße. Zwar gehörten zu der Gruppe nur zwei Vertreter von Trumps republikanischer Partei. Dies sei aber kein Zeichen dafĂŒr, dass sich die Republikaner in GĂ€nze nicht fĂŒr das Thema interessierten oder schon fĂŒr eine Seite entschieden hĂ€tten, sagte die republikanische US-Senatorin Lisa Murkowski.

Erkundungsmission mit Bundeswehrsoldaten

Auf Grönland waren am Freitagabend Soldaten und weitere MilitĂ€rangehörige aus europĂ€ischen Nato-Staaten um Deutschland eingetroffen. Das Bundeswehr-Team und seine VerbĂŒndeten sind fĂŒr eine Erkundungsmission vor Ort und sollen nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Berlin Bedingungen fĂŒr gemeinsame MilitĂ€rĂŒbungen prĂŒfen - mit dem Ziel, fĂŒr mehr Sicherheit zu sorgen. Unter anderem Norwegen, Schweden, Finnland, Großbritannien, Frankreich und die Niederlande schicken Teams.

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