Johnson, Wahlgang

Johnson scheitert im ersten Wahlgang im US-ReprÀsentantenhaus

03.01.2025 - 20:13:24

In der konstituierenden Sitzung des neu gewÀhlten US-Kongresses am Freitag hat das ReprÀsentantenhaus Mike Johnson bei der Wahl zum Sprecher durchfallen lassen.

Von den 434 anwesenden Abgeordneten haben 216 fĂŒr den Republikaner gestimmt, 214 Abgeordnete stimmten fĂŒr den Kandidaten der Demokraten, Hakeem Jeffries. Je ein Republikaner stimmte fĂŒr Jim Jordan, Byron Donalds und Tom Emmer. Nötig war eine Mehrheit von 218 Abgeordneten, sodass Johnson auf die UnterstĂŒtzung von fast allen 219 Republikanern im ReprĂ€sentantenhaus angewiesen war.

Matt Gaetz, der fĂŒr den ersten Distrikt des Bundesstaats Florida eigentlich als 220. Republikaner in die Parlamentskammer eingezogen wĂ€re, war von seinem Amt zurĂŒckgetreten, weil der designierte US-PrĂ€sident Donald Trump ihn als Justizminister erwogen hatte. Sein Parlamentssitz ist derzeit vakant. Die Demokraten sind mit 215 Abgeordneten in das ReprĂ€sentantenhaus eingezogen. Donald Trump hatte sich im Vorfeld öffentlich fĂŒr Johnson ausgesprochen. Der Abgeordnete aus Louisiana gilt SchlĂŒsselfigur im Kongress bei den gescheiterten BemĂŒhungen, zugunsten von Trump die Wahl 2020 zu kippen. So gehörte er zu den Mitgliedern des ReprĂ€sentantenhauses, die bei der AuszĂ€hlung der WahlmĂ€nnerstimmen bei der PrĂ€sidentschaftswahl fĂŒr die Anfechtung des Wahlergebnisses stimmten. Die Wahl eines Sprechers wird in der Regel als eine FormalitĂ€t angesehen, die normalerweise zĂŒgig abgewickelt wird. 2023 benötigte der Republikaner Kevin McCarthy allerdings 15 WahlgĂ€nge, um in das Amt gewĂ€hlt zu werden. Sollte sich der Prozess auch dieses Mal lĂ€nger dauern, könnte sich die fĂŒr Montag geplante BestĂ€tigung von Donald Trumps Wahlsieg durch die Parlamentskammer verzögern. Denn solange kein Sprecher gewĂ€hlt ist, können auch andere parlamentarische AblĂ€ufe, wie etwa die Vereidigung der Abgeordneten, nicht durchgefĂŒhrt werden.

@ dts-nachrichtenagentur.de