USA, Iran

Trump sieht Iran-Deal kurz bevorstehen

06.05.2026 - 20:13:25 | dpa.de

In einem Interview bestätigt Trump zentrale Punkte einer nach seiner Darstellung weit fortgeschrittenen Vereinbarung. Gleichzeitig droht er Iran mit neuen Angriffen, falls Verhandlungen scheitern.

Man sei «sehr nah dran» an einem Deal, sagte Trump in einem Interview des US-Senders PBS. - Foto: Matt Rourke/AP/dpa
Man sei «sehr nah dran» an einem Deal, sagte Trump in einem Interview des US-Senders PBS. - Foto: Matt Rourke/AP/dpa

US-Präsident Donald Trump sieht die USA nach eigenen Worten kurz vor einer Einigung mit dem Iran zur Beendigung des Konflikts. Man sei «sehr nah dran», sagte Trump dem US-Sender PBS laut Transkript eines Telefoninterviews. Eine Einigung könne möglicherweise noch vor seiner für kommende Woche geplanten China-Reise zustande kommen. Falls es keinen Deal gebe, müsse man wieder damit anfangen, den Iran «in Grund und Boden zu bombardieren», sagte Trump.

Trump bestätigte in dem Interview auch mehrere Punkte einer möglichen Vereinbarung, über die zuvor bereits übereinstimmend das «Wall Street Journal», der Sender CNN und das Nachrichtenportal «Axios» berichtet hatten. Dieses sieht demnach vor, dass der Iran sein hochangereichertes Uran an die USA übergeben soll. Auf die Frage, ob das Material möglicherweise in die USA gebracht werden solle, antwortete Trump: «Nein, nicht vielleicht. Es geht in die Vereinigten Staaten.» 

Zudem bestätigte Trump, dass Iran im Rahmen der Vereinbarung zusichern solle, keine unterirdischen Nuklearanlagen zu betreiben. Das «Wall Street Journal» berichtete unter Berufung auf einen iranischen Vertreter, dass ein langjähriges Moratorium für iranische Urananreicherung vorgesehen sei. Danach dürfte der Iran laut einem Vorschlag möglicherweise Uran wieder bis auf 3,67 Prozent Reinheit anreichern. Laut Trump hingegen ist Letzteres nicht Teil der Vereinbarung.

Nach übereinstimmenden US-Medienberichten arbeiten Washington und Teheran mit Vermittlern an einer einseitigen Absichtserklärung (Memorandum of Understanding) mit 14 Punkten. Das Papier soll einen Rahmen für zunächst 30 Tage dauernde Verhandlungen schaffen und den Krieg formell beenden. Diskutiert werden demnach auch eine Lockerung von US-Sanktionen sowie Vereinbarungen zur Zukunft der Straße von Hormus, wo Iran zuletzt den Schiffsverkehr stark eingeschränkt und die USA eine sich gegen iranische Häfen gerichtete Blockade aufgebaut hatten.

So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!

<b>So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!</b>
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
Für. Immer. Kostenlos.
de | ausland | 69286126 |

Weitere Meldungen

Iran-Krieg: Trump sieht Einigung in Sicht - und droht wieder. Der jüngste Angriff Israels auf einen Hisbollah-Kommandeur könnte aber Einfluss auf die Verhandlungen nehmen. Trump zeigt sich zuversichtlich, dass bald eine Einigung mit dem Iran erzielt werden kann. (Ausland, 07.05.2026 - 05:00) weiterlesen...

Trump sieht Iran-Deal kurz bevorstehen US-Präsident Donald Trump sieht die USA nach eigenen Worten kurz vor einer Einigung mit dem Iran zur Beendigung des Konflikts. (Boerse, 06.05.2026 - 20:21) weiterlesen...

US-Militär: Haben Tanker unter iranischer Flagge angegriffen. Dafür greifen sie nach eigener Darstellung auch zu militärischen Mitteln. Die USA wollen ihre Blockade gegen Schiffe, die versuchen, iranische Häfen anzulaufen oder zu verlassen, weiter umsetzen. (Ausland, 06.05.2026 - 19:42) weiterlesen...

Netanjahu: Ziel bleibt Entfernung von Irans Uranvorräten Vor dem Hintergrund von Berichten über eine mögliche Einigung zwischen den USA und dem Iran hat Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu betont, oberstes Ziel bleibe die vollständige Entfernung des hoch angereicherten Urans aus dem Iran sowie der Abbau seiner Anreicherungskapazitäten. (Boerse, 06.05.2026 - 19:32) weiterlesen...

Slowakei hebt höhere Treibstoffpreise für Ausländer auf. Nun gibt sie dem Druck der EU nach. Ab Freitag gelten wieder gleiche Preise für alle. Wegen eines «Erdöl-Notstands» hatte die Slowakei Treibstoffe rationiert und höhere Preise für Ausländer verlangt. (Ausland, 06.05.2026 - 17:10) weiterlesen...

Trump nimmt im Iran-Konflikt Druck raus - oder doch nicht?. Nun unterbricht Trump die Aktion. Die Lage in der Straße von Hormus hat sich verschärft, weil die USA Schiffe gegen den Willen Irans befreien wollen. (Ausland, 06.05.2026 - 14:54) weiterlesen...