Epstein-Skandal: Norwegische Botschafterin legt Amt nieder
08.02.2026 - 20:38:21Aufgrund ihrer Verwicklungen in den Epstein-Skandal hat die norwegische Botschafterin Mona Juul (66) ihr Amt niedergelegt. Juul war Botschafterin in Jordanien und im Irak. Ihr Kontakt mit Jeffrey Epstein habe ein «schwerwiegendes Versagen ihres Urteilsvermögens» offenbart, sagte Norwegens AuĂenminister Espen Barth Eide laut einer Mitteilung. «Der Fall macht es schwer, das Vertrauen wiederherzustellen, das fĂŒr die Rolle notwendig ist.» Juuls Entscheidung sei deshalb richtig.
Die Norwegerin und ihr Mann, der frĂŒhere Top-Diplomat Terje RĂžd-Larsen, stehen nach der Veröffentlichung neuer Dokumente im Fall des SexualstraftĂ€ters Epstein unter Druck. Die beiden Kinder des Paars sollen im Testament des US-Amerikaners mit jeweils fĂŒnf Millionen Dollar bedacht worden sein. Das soll Epstein kurz vor seinem Tod in der Haft unterschrieben haben.
Juul hatte zuvor in norwegischen Medien erklĂ€rt, sie habe Epstein in einem diplomatischen Zusammenhang kennengelernt und danach minimalen Kontakt mit ihm gehabt. Sie bereue ihre Verbindung zu ihm sehr. Ihr Mann hatte sich 2020 von Epstein distanziert und seinen Kontakt zu dem GeschĂ€ftsmann als «ernste FehleinschĂ€tzung» bezeichnet. RĂžd-Larsen soll laut norwegischen Medien ein «persönliches finanzielles VerhĂ€ltnis» zu Epstein gehabt haben.Â
Mehrere Norweger tauchen prominent in den Epstein-Akten auf
Mona Juul war nach den jĂŒngsten EnthĂŒllungen in der vergangenen Woche zunĂ€chst suspendiert worden. Das AuĂenministerium untersucht nun, was die Botschafterin ĂŒber Epstein wusste, und wie und in welchem Umfang sie Kontakt mit dem US-Amerikaner hatte - auch, um zu klĂ€ren, welche «weiteren Konsequenzen» der Fall fĂŒr Juul haben könnte. Bislang ist die Norwegerin weiter beim AuĂenministerium angestellt.
Die Diplomatin und ihr Mann sind nicht die einzigen Norweger, die die Veröffentlichung der neuen Epstein-Akten in BedrĂ€ngnis gebracht hat. Auch Kronprinzessin Mette-Marit, der norwegische Ex-Regierungschef und frĂŒhere GeneralsekretĂ€r des Europarats ThorbjĂžrn Jagland und der frĂŒhere AuĂenminister und heutige Chef des Weltwirtschaftsforums BĂžrge Brende tauchen in den Dokumenten auf.


