LuĂ­s, Montenegro

Luís Montenegro bleibt MinisterprÀsident Portugals

29.05.2025 - 20:12:24 | dpa.de

In Portugal bleibt nach der dritten vorgezogenen Parlamentswahl innerhalb von nur gut drei Jahren alles beim Alten. Eine ruhige Zukunft winkt dem EU-Land deshalb aber keineswegs.

  • StaatsprĂ€sident Marcelo Rebelo de Sousa traf seine Entscheidung nach Konsultationen mit den Parteichefs. (Archivbild) - Foto: Urs Flueeler/KEYSTONE/EDA/POOL/dpa
    StaatsprÀsident Marcelo Rebelo de Sousa traf seine Entscheidung nach Konsultationen mit den Parteichefs. (Archivbild) - Foto: Urs Flueeler/KEYSTONE/EDA/POOL/dpa
  • Der gelernte Anwalt LuĂ­s Montenegro wird erneut eine Minderheitsregierung anfĂŒhren. (Archivbild) - Foto: Luis Vieira/AP/dpa
    Der gelernte Anwalt LuĂ­s Montenegro wird erneut eine Minderheitsregierung anfĂŒhren. (Archivbild) - Foto: Luis Vieira/AP/dpa
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LuĂ­s Montenegro bleibt Regierungschef von Portugal. Der konservative Politiker wurde von Staatsoberhaupt Marcelo Rebelo de Sousa erneut zum MinisterprĂ€sidenten ernannt. Vor eineinhalb Wochen hatte sein BĂŒndnis Demokratische Allianz (AD) die vorgezogene Parlamentswahl zwar mit großem Vorsprung gewonnen, die absolute Mehrheit allerdings wieder verpasst. Montenegro wird weiterhin mit einer Minderheitsregierung auskommen mĂŒssen.

Die erste BewĂ€hrungsprobe steht fĂŒr Montenegro schon bald an. Dann muss er dem neuen Parlament, das seine konstituierende Sitzung am 3. oder 5. Juni abhalten wird, sein Regierungsprogramm vorlegen. Sollte es abgelehnt werden, droht dem beliebten Urlaubsland eine Blockade und womöglich eine weitere Neuwahl, die aber laut Verfassung frĂŒhestens erst nach einem Jahr stattfinden kann.

Dabei hat es seit 2022 bereits drei vorgezogene Wahlen gegeben. Die jĂŒngste war nötig geworden, weil Montenegro im MĂ€rz eine von ihm selbst gestellte Vertrauensfrage deutlich verloren hatte. Der 52 Jahre alte Anwalt war aufgrund undurchsichtiger GeschĂ€fte eines Familienunternehmens von der Opposition unter Druck geraten. Seitdem hat Portugal nur eine geschĂ€ftsfĂŒhrende Regierung mit beschrĂ€nkten Befugnissen.

Beobachter warnen vor einer ungewissen Zukunft

Die VorwĂŒrfe schadeten seiner Allianz bei der Neuwahl am 18. Mai jedoch nicht. Die Konservativen erhöhten ihre Abgeordnetenzahl sogar von 80 auf 91. Die absolute Mehrheit von mindestens 116 Sitzen blieb allerdings in weiter Ferne. Auf Platz zwei kamen erstmals die Rechtspopulisten von Chega mit 60 Sitzen vor der Sozialistischen Partei PS mit 58.

Eine Zusammenarbeit mit den Rechtspopulisten hatte Montenegro zuletzt weiterhin ausgeschlossen. Die Brandmauer scheint am Tejo-Fluss Ă€hnlich stabil wie in Deutschland zu stehen. Eine «große Koalition» zwischen Konservativen und Sozialisten war wegen unĂŒberbrĂŒckbarer GegensĂ€tze zudem ausgeschlossen worden. Beobachter warnen vor einer ungewissen Zukunft.

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