Bilanz: Strahlenmaterial vielfach gestohlen oder verloren
20.05.2024 - 10:10:38Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) fordert besseren Schutz bei Transporten von radioaktivem Material. Im Vorjahr meldeten 31 Staaten insgesamt 168 FÀlle, in denen strahlende Stoffe gestohlen wurden, verloren gingen oder anderweitig in falsche HÀnde gerieten.
Das geht aus Zahlen hervor, die die IAEA zu Beginn einer nuklearen Sicherheitskonferenz in Wien veröffentlichte. Dies entspreche dem langjÀhrigen Durchschnitt. Seit Beginn der entsprechenden Aufzeichnungen 1993 waren es insgesamt mehr als 4200 VorfÀlle.
Wenig KriminalitÀt
Mehr als die HĂ€lfte aller DiebstĂ€hle geschieht der IAEA zufolge bei der Beförderung radioaktiven Materials. Dabei handelt es sich oft um verstrahlte MetallabfĂ€lle, mit Strahlenquellen ausgestattete technische GerĂ€te oder um medizinische GĂŒter. «Kernmaterial und andere radioaktive Stoffe sind wĂ€hrend des Transports nach wie vor anfĂ€llig fĂŒr Sicherheitsrisiken», warnte Elena Buglova, die Chefin der IAEA-Abteilung fĂŒr nukleare Sicherheit.
KriminalitÀt ist der IAEA zufolge nur sehr selten eindeutig im Spiel, wenn derlei gesundheitsgefÀhrdendes Material verschwindet. Voriges Jahr wurden nur sechs VorfÀlle mit illegalem Handel oder kriminellem Vorsatz in Verbindung gebracht. In den meisten anderen FÀllen wurden radioaktive Stoffe zum Beispiel ohne entsprechende Genehmigung entsorgt oder transportiert.
In den vergangenen Jahren registrierte die IAEA jeweils nur eine Handvoll krimineller VorfĂ€lle, wĂ€hrend die Zahl der nicht-kriminellen FĂ€lle seit den frĂŒhen 2000er Jahren gestiegen ist.


