Hamas, Austausch

Hamas: Acht fĂŒr Austausch vorgesehene Geiseln tot

27.01.2025 - 16:07:55 | dpa.de

Insgesamt sollen im Rahmen einer zunĂ€chst sechswöchigen Feuerpause 33 Geiseln freikommen. Sieben Frauen sind bereits zurĂŒck in Israel. Von den anderen EntfĂŒhrten sind nicht mehr alle am Leben.

Hamas-KĂ€mpfer im Gazastreifen. (Archivbild) - Foto: Abed Hajjar/AP/dpa
Hamas-KĂ€mpfer im Gazastreifen. (Archivbild) - Foto: Abed Hajjar/AP/dpa

Nach Angaben der Hamas sind acht von 33 Geiseln, die in der ersten Phase der Waffenruhe-Vereinbarung mit Israel freikommen sollen, tot. 25 von ihnen seien noch am Leben, teilte ein Mitglied der Islamistenorganisation der Deutschen Presse-Agentur mit. Israels Regierungssprecher sagte, dass eine von der Hamas ĂŒbermittelte Liste mit diesen Zahlen mit israelischen Geheimdienstinformationen ĂŒbereinstimme.

Die acht Geiseln seien von der Hamas getötet worden, teilte Regierungssprecher David Mencer mit. Die EntfĂŒhrer wiederum hatten im Fall mehrerer Geiseln in der Vergangenheit erklĂ€rt, diese seien durch israelische Bombardements ums Leben gekommen. Diese Angaben lassen sich derzeit nicht unabhĂ€ngig ĂŒberprĂŒfen.

Die Familien wurden israelischen Angaben zufolge ĂŒber den Zustand ihrer verschleppten Angehörigen informiert.

Sieben der 33 Geiseln sind an den vergangenen beiden Wochenenden bereits freigelassen worden. Im Austausch fĂŒr die 33 Geiseln sollen insgesamt 1904 palĂ€stinensische HĂ€ftlinge aus israelischen GefĂ€ngnissen entlassen werden.

Hamas ĂŒbermittelt Liste

Die Hamas hatte israelischen Angaben zufolge am Sonntag eine Liste zum Zustand der Geiseln ĂŒbermittelt. FĂ€llig gewesen wĂ€re sie dem Abkommen zufolge bereits am Samstag. Es war bereits bekannt, dass nicht mehr alle von ihnen am Leben sind und es somit bei einigen von ihnen nur noch um die ÜberfĂŒhrung der sterblichen Überreste geht.

Zur Gruppe der 33 Geiseln gehören Frauen, zwei Kinder, Àltere und kranke Menschen. Nach Medienberichten sind darunter auch zwei Israelis, die seit mehr als zehn Jahren im Gazastreifen festgehalten werden.

Die nĂ€chsten drei Geiseln sollen israelischen Regierungsangaben zufolge bereits am Donnerstag freikommen. Darunter ist eine Zivilistin, die nach Medienberichten auch die deutsche Staatsangehörigkeit besitzt. Die Freilassung dreier weiterer Geiseln ist dann fĂŒr Samstag vorgesehen.

Noch 90 Geiseln im Gazastreifen

Insgesamt werden noch 90 Geiseln im Gazastreifen festgehalten, die meisten von ihnen waren wÀhrend des Hamas-Massakers in Israel am 7. Oktober 2023 verschleppt worden. 35 von ihnen sind israelischen Angaben zufolge tot.

Diejenigen, die nicht in der ersten Phase des Gaza-Abkommens freikommen, sollen in einer zweiten Phase freigelassen werden. Über die Details dazu mĂŒssen beide Konfliktparteien aber erst noch verhandeln - ob es zu einer Einigung kommt, ist offen. Die erste Phase der Waffenruhe-Vereinbarung soll sechs Wochen dauern.

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