Iran-Angriffe: Trump schlieĂt US-MilitĂ€reinsatz vor Midterms aus
Veröffentlicht am: 08.10.2026 um 18:40 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
US-PrÀsident Donald Trump hat eine Wiederaufnahme amerikanischer MilitÀreinsÀtze gegen den Iran vor den Zwischenwahlen am 3. November ausgeschlossen.
Trump kĂŒndigt Angriffspause bis zur Wahl an
âWir werden den Iran zu keinem Zeitpunkt vor den Zwischenwahlen, die am 3. November in den Vereinigten Staaten stattfinden, angreifenâ, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social. Zuvor hatten Medien ĂŒber mögliche neue US-Angriffe auf iranische Ziele noch vor dem Urnengang berichtet.
GesprÀche mit Teheran
Die US-Regierung fĂŒhre unterdessen âkonstruktive GesprĂ€cheâ mit Teheran, erklĂ€rte Trump weiter. Der iranische AuĂenminister Abbas Araghtschi schrieb zuvor auf seinem Telegramkanal, die Regierung in Teheran prĂŒfe eine Antwort aus den USA.
Iran habe Washington einen âSieben-Tage-Planâ ĂŒbermittelt und darauf eine Antwort erhalten. Darauf wolle die iranische Regierung in wenigen Tagen reagieren.
Medien berichten ĂŒber mögliche neue Angriffe
Mehrere US-Medien hatten zuvor berichtet, die Regierung erwĂ€ge in dem festgefahrenen Krieg neue Angriffe auf Ziele im Iran. GröĂere MilitĂ€reinsĂ€tze könnten demnach in den kommenden Wochen und damit noch vor den wichtigen Zwischenwahlen wieder aufgenommen werden.
Eine Entscheidung sei bislang allerdings nicht gefallen. Die Berichte beriefen sich auf mit der Angelegenheit vertraute Personen.
Hohe Preise belasten Republikaner
Der Krieg ist unter vielen US-Amerikanerinnen und US-Amerikanern unbeliebt. Lebenshaltungskosten und Spritpreise sind infolge der Blockade der StraĂe von Hormus stark gestiegen.
Eine militĂ€rische Eskalation könnte die ohnehin hohen Ălpreise weiter in die Höhe treiben. Das dĂŒrfte Trumps Republikanern bei den anstehenden Wahlen kaum helfen.
Zwischen Wahlkampf und AuĂenpolitik
Trumps ErklĂ€rung fĂ€llt in eine politisch besonders empfindliche Phase: Am 3. November wĂ€hlen die USA einen neuen Kongress. Bei Zwischenwahlen wird ĂŒber die Mehrheiten im ReprĂ€sentantenhaus und im Senat entschieden. FĂŒr den PrĂ€sidenten gelten solche Wahlen regelmĂ€Ăig als Stimmungstest fĂŒr seine Politik.
Der Iran-Konflikt berĂŒhrt dabei nicht nur Sicherheitsfragen. Nach der dpa-Meldung belasten steigende Lebenshaltungs- und Spritpreise die Bevölkerung, nachdem der Handel durch die Blockade der StraĂe von Hormus gestört worden ist. Eine weitere militĂ€rische Eskalation könnte den Ălmarkt zusĂ€tzlich unter Druck setzen und damit die innenpolitischen Kosten fĂŒr die Republikaner erhöhen.
Diplomatie bleibt offen
Parallel zu Trumps Absage an Angriffe bis zum Wahltag laufen nach seiner Darstellung konstruktive GesprĂ€che mit Teheran. Iran prĂŒft demnach eine amerikanische Antwort auf einen ĂŒbermittelten Sieben-Tage-Plan und will in wenigen Tagen reagieren. Damit steht neben der militĂ€rischen Option zumindest vorĂŒbergehend auch ein diplomatischer Prozess im Mittelpunkt.
Die ErklĂ€rung legt keinen dauerhaften Verzicht auf weitere EinsĂ€tze fest, sondern nennt ausdrĂŒcklich den Zeitraum bis zu den Zwischenwahlen. FĂŒr die internationale Sicherheitslage bleibt deshalb entscheidend, ob die GesprĂ€che konkrete Vereinbarungen hervorbringen und ob die Lage an der StraĂe von Hormus stabilisiert werden kann.
