Israels Verteidigungsminister fĂŒr Angriff auf Atomanlagen
12.11.2024 - 04:48:04Israels neuer Verteidigungsminister Israel Katz will die Gunst der Stunde nutzen und plĂ€diert fĂŒr einen Angriff auf die iranischen Atomanlagen. «Der Iran ist anfĂ€lliger denn je fĂŒr Angriffe auf seine Atomanlagen. Wir haben die Möglichkeit, unser wichtigstes Ziel zu erreichen, - die existenzielle Bedrohung des Staates Israel zu vereiteln und zu beseitigen», schrieb Katz nach seinem ersten Treffen mit dem Generalstab auf der Plattform X. Israel hatte bei einem Angriff im Oktober Radar- und Raketenanlagen im Iran zerstört.Â
Katz war zuletzt AuĂenminister und ĂŒbernahm das Verteidigungsressort gerade erst nach der Entlassung seines VorgĂ€ngers Joav Galant, der Regierungschef Benjamin Netanjahu auch immer wieder widersprochen hatte. An Katz' Stelle im AuĂenministerium rĂŒckte Gideon Saar. Auch er erklĂ€rte die Bedrohung durch den Iran zur Top-PrioritĂ€t. «Das wichtigste Thema fĂŒr unsere Region und die Sicherheit Israel ist es, Iran daran zu hindern, Atomwaffen zu erlangen», sagte der Chefdiplomat laut dem Fernsehsender i24 News bei einer Pressekonferenz.Â
Experten: Israel könnte Ausbau des iranischen Atomprogramms nur verzögern
Israel wirft dem Iran vor, nach Atombomben zu streben. Der Iran, der Israel das Existenzrecht abspricht, verneint das. Das Atomprogramm diene ausschlieĂlich friedlichen Zwecken. Die iranischen Atomanlagen sind teilweise in derart tiefen Stollen, dass nach EinschĂ€tzung von Experten nur das US-MilitĂ€r sie zerstören könnte. Israel sei dazu nicht fĂ€hig und könnte demnach einen Ausbau des Atomprogramms mit Angriffen bestenfalls verzögern.Â
US-PrĂ€sident Joe Biden ist gegen einen Angriff auf iranische Atomanlagen. Wie sich der kĂŒnftige PrĂ€sident Donald Trump in dieser Frage positionieren wird, war zunĂ€chst unklar. Vor der US-Wahl hatte er Israel Anfang Oktober noch geraten, Irans Atomanlagen anzugreifen. Nach seinem Wahlsieg erklĂ€rte Trump, er werde keine Kriege beginnen, sondern sie beenden.
Arabische Staaten fordern Waffenembargo gegen Israel
Rund 50 Vertreter arabischer und weiterer islamischer Staaten forderten bei einem Gipfeltreffen in Saudi-Arabien ein Ende der Gewalt im Gazastreifen und im Libanon. Sie riefen die internationale Gemeinschaft auf, sich dafĂŒr einzusetzen, Israels Mitgliedschaft bei den Vereinten Nationen zu suspendieren. AuĂerdem wurde in der AbschlusserklĂ€rung des Gipfels in der saudischen Hauptstadt Riad ein internationales Waffenembargo gegen Israel gefordert. Die Teilnehmer erneuerten auch ihre Forderung nach einem palĂ€stinensischen Staat. Der einzige Weg zu einem nachhaltigen Frieden in der Region sei die Zweistaatenlösung, sagte der saudische AuĂenminister Faisal bin Farhan.Â
US-MilitĂ€r greift Stellungen iranischer VerbĂŒndeter in Syrien an
Das US-MilitĂ€r griff Stellungen iranischer VerbĂŒndeter in Syrien an. Dies sei eine Reaktion auf Attacken auf US-Truppen in Syrien in den vergangenen 24 Stunden gewesen, teilte das US-Regionalkommando fĂŒr den Nahen Osten (Centcom) mit. Es seien neun Ziele an zwei Orten getroffen worden. Die Botschaft sei, dass man Angriffe auf US-Truppen und VerbĂŒndete nicht dulden werde, betonte Kommandeur General Michael Erik Kurilla. Das US-MilitĂ€r machte zunĂ€chst keine weiteren Angaben zu den Zielen, den eingesetzten Waffen und möglichen Opfern der Angriffe.Â
Israels MilitÀr spricht von Anschlag mit Auto im Westjordanland
Ein Auto mit palĂ€stinensischem Kennzeichen durchbrach nach Angaben der israelischen Armee einen Kontrollposten bei der Stadt Al-Khader und verletzte zwei Menschen. Sie wĂŒrden von SanitĂ€tern vor Ort behandelt. Der Fahrer des Wagens habe kurz vor dem Kontrollposten stark beschleunigt und sei nach der Attacke mit seinem Auto geflohen. Israelische SicherheitskrĂ€fte begannen demnach eine groĂangelegte Suchaktion in der Stadt in der NĂ€he von Bethlehem.Â
Erneut Unruhen in Amsterdam
Wenige Tage nach den heftigen Gewaltattacken gegen israelische FuĂballfans gab es in Amsterdam erneut Krawalle. Im Westen der niederlĂ€ndischen Stadt randalierten nach Angaben der Polizei Dutzende vorwiegend junge MĂ€nner, sie zĂŒndeten Feuerwerkskörper und warfen diese auf Autos. Eine StraĂenbahn ging in Flammen auf, berichtete die Polizei auf X. Das mobile Einsatzkommando der Polizei rĂ€umte den Platz. Eine unbekannte Zahl von Menschen wurden festgenommen. Bereits in der Nacht zu Freitag hatte es in der niederlĂ€ndischen Hauptstadt erschreckende Gewaltszenen gegeben. Junge MĂ€nner auf Mopeds hatten israelische FuĂballfans angegriffen und durch die StraĂen gejagt.









