Israel, Hamas

Israel greift seit Hamas-Massaker 100.000 Ziele in der Region an

Veröffentlicht am: 07.10.2026 um 09:51 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Seit dem Hamas-Überfall vom 7. Oktober 2023 hat Israel nach eigenen Angaben rund 100.000 Ziele in der Region angegriffen. Die meisten Einsätze entfielen auf den Gazastreifen; zugleich wurden fast 1.000 israelische Soldaten getötet.

  • Israel hat seit dem Hamas-Massaker am 7. Oktober 2023 nach eigenen Angaben 100.000 Ziele in der Region angegriffen, die meisten davon im Gazastreifen.  - Bild: Jehad Alshrafi/AP/dpa
    Israel hat seit dem Hamas-Massaker am 7. Oktober 2023 nach eigenen Angaben 100.000 Ziele in der Region angegriffen, die meisten davon im Gazastreifen. - Bild: Jehad Alshrafi/AP/dpa
  • Israel erinnert am 7. Oktober an das Massaker der Hamas-Terroristen im Süden des Landes.  - Bild: Ohad Zwigenberg/AP/dpa
    Israel erinnert am 7. Oktober an das Massaker der Hamas-Terroristen im Süden des Landes. - Bild: Ohad Zwigenberg/AP/dpa
Israel hat seit dem Hamas-Massaker am 7. Oktober 2023 nach eigenen Angaben 100.000 Ziele in der Region angegriffen, die meisten davon im Gazastreifen.  - Bild: Jehad Alshrafi/AP/dpa Israel erinnert am 7. Oktober an das Massaker der Hamas-Terroristen im Süden des Landes.  - Bild: Ohad Zwigenberg/AP/dpa

Seit dem Hamas-Überfall auf Israel vor drei Jahren haben die israelischen Streitkräfte nach eigenen Angaben rund 100.000 Ziele in der Region angegriffen.

Schwerpunkt im Gazastreifen

Davon seien 65.000 Ziele im Gazastreifen gewesen, 28.000 im Libanon und in Syrien sowie 4.500 im Iran, berichtete das israelische Radio unter Berufung auf das Militär. In den vergangenen drei Jahren seien 970 israelische Soldaten im Dienst getötet worden.

Der Überfall ereignete sich am 7. Oktober 2023 im Süden Israels. Rund 1.200 Menschen wurden dabei getötet, 251 weitere als Geiseln in den Gazastreifen verschleppt. Nach israelischen Angaben waren rund 6.000 Terroristen der Hamas und anderer extremistischer Gruppierungen nach Israel gekommen.

Hohe Opferzahl im Gaza-Krieg

Der anschließende Krieg forderte nach Angaben der von der Hamas kontrollierten Gesundheitsbehörde im Gazastreifen mehr als 74.000 palästinensische Todesopfer. Die Angaben unterscheiden in der dpa-Meldung nicht zwischen Zivilisten und bewaffneten Kämpfern.

Israels Verteidigungsminister Israel Katz teilte am Montag mit, dass bislang 4.000 der 6.000 am Überfall beteiligten Terroristen getötet worden seien. Das Militär sei angewiesen, auch die verbliebenen 2.000 zu verfolgen und zu töten.

Eine Bilanz über mehrere Kriegsschauplätze

Die von Israel genannte Zahl von rund 100.000 angegriffenen Zielen beschreibt nicht nur den Krieg im Gazastreifen. Sie umfasst auch Einsätze im Libanon, in Syrien und im Iran. Damit steht die militärische Bilanz für eine Ausweitung des Konflikts über das unmittelbare Kampfgebiet hinaus.

Der Gazastreifen bleibt dabei der Schwerpunkt: Nach israelischen Angaben entfielen 65.000 Ziele auf das Küstengebiet. Die von der Hamas kontrollierte Gesundheitsbehörde meldet zugleich mehr als 74.000 getötete Palästinenser. Diese Zahlen erfassen nach der vorliegenden Darstellung nicht nur Kämpfer und unterscheiden nicht zwischen Zivilisten und bewaffneten Mitgliedern.

Folgen für Sicherheit und Politik

Die drei Jahre haben Israel militärisch stark beansprucht. 970 getötete Soldaten markieren die Kosten des andauernden Einsatzes. Zugleich zeigt die angekündigte Verfolgung der noch verbliebenen mutmaßlich beteiligten Hamas-Kämpfer, dass die israelische Führung den Konflikt sicherheitspolitisch weiterhin als nicht abgeschlossen betrachtet.

Für die Bevölkerung bedeutet die Bilanz anhaltende Unsicherheit auf mehreren Ebenen: in Israel durch die Erinnerung an den Überfall und mögliche neue Angriffe, im Gazastreifen durch Zerstörung und hohe Opferzahlen sowie regional durch die Ausweitung israelischer Operationen. Der Jahrestag rückt deshalb nicht nur die Opfer des 7. Oktober in den Mittelpunkt, sondern auch die offene Frage, wie aus militärischer Dauereskalation eine belastbare politische Ordnung entstehen kann.

Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen

n-tv: „Im Falle eines Angriffs: Israel droht Hamas mit Gegenschlag "über alle Verhältnisse hinaus"“ (06.10.2026)

Der Bericht bestätige die israelische Angabe, 4.000 der rund 6.000 am Überfall beteiligten Kämpfer seien getötet worden, und ordne sie in die erhöhte Alarmbereitschaft vor dem Jahrestag ein. Anders als die dpa-Meldung konzentriere sich der Artikel auf mögliche neue Angriffe trotz der Waffenruhe sowie auf die innenpolitische Bedeutung des Jahrestags im israelischen Wahlkampf.

BR24: „Nahost-Ticker: Hamas-Überfall – Erinnerung am dritten Jahrestag“ (07.10.2026)

Der Ticker bestätige die Zahl von rund 1.200 getöteten Menschen und 251 verschleppten Geiseln und berichte über Gedenkveranstaltungen zum dritten Jahrestag. Einen anderen Schwerpunkt setze er mit der regionalen Lage und dem Aufruf zu einem dauerhaften Waffenstillstand; offen bleibe dabei, wie die militärische Bilanz in eine politische und humanitäre Stabilisierung überführt werden könne.

Beide Berichte bestätigten den historischen Ausgangspunkt und die fortdauernden Folgen des Überfalls, setzten jedoch unterschiedliche Akzente: n-tv betone Sicherheits- und Wahlkampfaspekte, während BR24 die regionale Eskalation, das Gedenken und die Forderung nach Frieden hervorhebe.

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