Merz telefoniert mit Netanjahu: Waffenstillstand erreichen
27.07.2025 - 14:17:55Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat erneut mit dem israelischen MinisterprĂ€sidenten Benjamin Netanjahu telefoniert und auf eine Verbesserung der humanitĂ€ren Lage im Gazastreifen gedrungen. «Der Bundeskanzler brachte seine groĂe Sorge zur katastrophalen humanitĂ€ren Lage in Gaza zum Ausdruck. Er forderte Premierminister Netanjahu auf, alles in seiner Macht Stehende zu unternehmen, um umgehend einen Waffenstillstand zu erreichen», teilte Regierungssprecher Stefan Kornelius mit.Â
Merz habe Netanjahu dazu aufgerufen, der hungernden Zivilbevölkerung im Gazastreifen die dringend notwendige humanitĂ€re Hilfe jetzt zukommen zu lassen. «Den von der israelischen Regierung angekĂŒndigten MaĂnahmen mĂŒssten nun rasch substanzielle weitere Schritte folgen», hieĂ es aus Berlin. Die Bundesregierung wolle in den nĂ€chsten Tagen in Absprache mit den E3 (Frankreich und GroĂbritannien), anderen europĂ€ischen Partnern, den USA und den arabischen Staaten entscheiden, wie sie zu einer Verbesserung der Lage beitragen könne.
Deutschland, Frankreich und GroĂbritannien hatten bereits am Freitag eine ErklĂ€rung veröffentlicht, in der sie eine sofortige Waffenruhe im Gaza-Krieg und die umgehende und bedingungslose Freilassung aller israelischen Geiseln fordern, die die Terrororganisation Hamas in dem KĂŒstengebiet festhĂ€lt.
Wadephul: Lage bleibt untertrÀglich
Der Regierungssprecher bekrĂ€ftigte, dass eine Anerkennung PalĂ€stinas fĂŒr Deutschland aktuell nicht auf der Tagesordnung stehe. Die Bundesregierung betrachte sie weiter als einen der abschlieĂenden Schritte auf dem Weg hin zur Verwirklichung einer Zweistaatenlösung.
AuĂenminister Johann Wadephul schrieb auf X, die Lage bleibe unertrĂ€glich. «Hilfe muss jetzt sicher, vollstĂ€ndig und verlĂ€sslich ankommen und Hamas muss endlich die Geiseln freilassen.» Die humanitĂ€re Pause und erste Hilfslieferungen seien Schritte in die richtige Richtung.


