Hamas lehnt israelischen Vorschlag fĂŒr Waffenruhe ab
18.04.2025 - 04:41:24Die indirekten Verhandlungen zwischen Israel und der Hamas ĂŒber die Freilassung der verbliebenen Geiseln und eine neue Waffenruhe stecken fest: Die islamistische Gruppe hat Berichten zufolge den jĂŒngsten israelischen Vorschlag abgelehnt. Grund sei, dass er kein Ende des Kriegs vorsehe, meldeten israelische Medien unter Berufung auf den ranghohen Hamas-FunktionĂ€r Chalil al-Haja. Laut der «Jerusalem Post» beinhaltet der aktuelle Entwurf die Freilassung von zehn Geiseln fĂŒr eine 45-tĂ€gige Feuerpause.
Die Hamas werde keinen Teilvereinbarungen zustimmen, sagte al-Haja demnach. Die islamistische Organisation sei allerdings bereit, ĂŒber ein umfassendes Abkommen zu verhandeln, das die Freilassung aller Geiseln im Austausch gegen palĂ€stinensische HĂ€ftlinge, einen vollstĂ€ndigen israelischen Abzug aus dem Gazastreifen und Zusagen fĂŒr den Wiederaufbau umfasse.Â
«Die ĂuĂerungen der Hamas zeigen, dass sie nicht an Frieden, sondern an stĂ€ndiger Gewalt interessiert ist», sagte der Sprecher des Nationalen Sicherheitsrat des WeiĂen Hauses, James Hewitt. «Die Bedingungen der Trump-Regierung haben sich nicht geĂ€ndert: die Geiseln freilassen oder die Hölle erleben.»
«Tore der Hölle öffnen»
Israels rechtsextremer Finanzminister Bezalel Smotrich forderte eine weitere militÀrische Eskalation im Gazastreifen. «Es ist an der Zeit, der Hamas die Tore der Hölle zu öffnen und die KÀmpfe zu intensivieren, bis der Gazastreifen vollstÀndig besetzt, die Hamas vernichtet und PrÀsident (Donald) Trumps Plan zur freiwilligen Ausreise der Bewohner von Gaza in andere LÀnder umgesetzt ist», schrieb er auf der Nachrichtenplattform X.
Die letzte Waffenruhe-Phase endete vor rund einem Monat, nachdem sich Israel und die Hamas nicht auf die Bedingungen fĂŒr die nĂ€chste Phase des Deals hatten einigen können. Die Hamas fordert die Umsetzung einer zweiten Phase des Abkommens, die ein Ende des Kriegs und den Abzug der israelischen Soldaten vorsieht. Sie sollte ursprĂŒnglich Anfang MĂ€rz beginnen.
Bericht: US-Regierung zieht Hunderte Soldaten aus Syrien ab
Die US-Regierung soll einem Medienbericht zufolge unterdessen damit begonnen haben, Hunderte amerikanische Soldaten aus Syrien abzuziehen. Das US-MilitĂ€r schlieĂe drei seiner acht kleinen StĂŒtzpunkte im Nordosten des Landes und reduziere damit die TruppenstĂ€rke von 2.000 auf etwa 1.400, berichtete die «New York Times» unter Berufung auf zwei nicht namentlich genannte US-Beamte. Das Pentagon beantwortete eine entsprechende Nachfrage zunĂ€chst nicht.Â
Die Zeitung schrieb weiter, dass nach 60 Tagen geprĂŒft werden solle, ob weitere KĂŒrzungen vorgenommen werden sollten. Die militĂ€rischen Befehlshaber hĂ€tten empfohlen, mindestens 500 US-Soldaten in Syrien zu belassen. Die US-Soldaten sind zum Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in der Region stationiert. Der IS beherrschte einst groĂe Gebiete in Syrien und im benachbarten Irak. Die Organisation wurde militĂ€risch besiegt, hat sich seitdem aber international ausgebreitet und plant weiterhin TerroranschlĂ€ge im Westen oder stiftet zu diesen an.
US-MilitĂ€r zerstört von Huthi kontrollierten Ăl-Hafen im Jemen
Die US-StreitkrĂ€fte haben nach eigenen Angaben den von der Huthi-Miliz kontrollierten Ăl-Hafen Ras Isa im Jemen zerstört. Ziel sei es gewesen, den vom Iran unterstĂŒtzen KĂ€mpfern eine wichtige Finanzierungsquelle zu nehmen, teilte das fĂŒr den Nahen Osten zustĂ€ndige Zentralkommando des US-MilitĂ€rs (Centcom) mit. Die Miliz finanziere mit Einnahmen aus dem Verkauf von ĂŒber den Hafen importiertem Treibstoff ihre militĂ€rischen AktivitĂ€ten.
«Ziel dieser Angriffe war es, die wirtschaftliche Macht der Huthi zu schwĂ€chen, die ihre Landsleute weiterhin ausbeuten und ihnen groĂes Leid zufĂŒgen», hieĂ es in der Mitteilung. Einzelheiten zu dem Einsatz und zu möglichen Opfern nannte das US-MilitĂ€r nicht. Der Huthi-nahe Sender Al-Masirah berichtete indes, bei dem Angriff seien 38 Menschen getötet und ĂŒber 100 weitere verletzt worden. Die Angaben lieĂen sich nicht unabhĂ€ngig ĂŒberprĂŒfen.









