Italienischer Eurofighter in saudischem StĂŒtzpunkt Taif bei Huthi-Angriff schwer beschĂ€digt
Veröffentlicht am: 18.09.2026 um 12:20 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Bei Luftangriffen der Huthi-Miliz auf einen MilitĂ€rstĂŒtzpunkt im saudischen Taif ist ein Kampfflugzeug der italienischen Armee am Boden schwer beschĂ€digt worden.
Angriff auf StĂŒtzpunkt Taif ohne Verletzte
Nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Rom war der Eurofighter vom Typ F-2000 innerhalb des StĂŒtzpunkts Taif in einem abgelegenen Bereich abgestellt, als die Angriffe erfolgten. Verletzt wurde demnach niemand. Verteidigungsminister Guido Crosetto erklĂ€rte, es gebe keine weiteren SchĂ€den an Fahrzeugen oder Infrastruktur, die von italienischem Personal genutzt werden.
Mehrere Ziele in Saudi-Arabien getroffen
Die Luftangriffe trafen nach den Angaben nicht nur den StĂŒtzpunkt Taif, sondern auch einen weiteren MilitĂ€rstĂŒtzpunkt sowie eine Ălanlage in Saudi-Arabien. Verantwortlich dafĂŒr ist die Huthi-Miliz aus dem Nachbarland Jemen, die immer wieder Raketen- und Drohnenangriffe auf Ziele im Königreich verĂŒbt.
Scharniereinsatz im Jemen-Konflikt
Saudi-Arabiens Luftwaffe fliegt derzeit KampfeinsĂ€tze gegen Ziele im Jemen, um die dortige Regierung im Kampf gegen die schiitische Huthi-Miliz zu unterstĂŒtzen. In einer Blitzoffensive hatte die Gruppe in der vergangenen Woche die gesamte RotmeerkĂŒste des Jemen unter ihre Kontrolle gebracht. Italien beteiligt sich in der Region an verschiedenen internationalen EinsĂ€tzen und hĂ€lt dazu Truppen und Flugzeuge im Golfraum vor.
Italienische PrÀsenz im Golf und Konflikt im Jemen
Die Stationierung italienischer Kampfjets in Saudi-Arabien steht im Kontext zahlreicher internationaler EinsĂ€tze im Golfraum und am Roten Meer. Italienische StreitkrĂ€fte sind seit Jahren an Missionen zur Sicherung von Seewegen, zum Schutz von Handelsrouten und zur UnterstĂŒtzung von Partnerstaaten beteiligt. Der nun beschĂ€digte Eurofighter F-2000 ist Teil dieser PrĂ€senz und unterstreicht, wie eng europĂ€ische Staaten in sicherheitspolitische Strukturen der Region eingebunden sind.
Huthi-Miliz, Raketenangriffe und Gefahr fĂŒr Infrastruktur
Die Huthi-Miliz aus dem Jemen greift wiederholt Ziele in Saudi-Arabien und in der Umgebung des Roten Meeres an. Im Mittelpunkt stehen oft MilitĂ€rstĂŒtzpunkte und Energieanlagen, deren Ausfall nicht nur militĂ€rische AblĂ€ufe stören, sondern auch globale Energie- und Lieferketten treffen kann. Luftangriffe auf einen StĂŒtzpunkt wie Taif und eine Ălanlage zeigen, dass sich der Konflikt nicht auf jemenitisches Staatsgebiet beschrĂ€nkt, sondern die Sicherheitslage in der gesamten Region beeinflusst.
Bedeutung fĂŒr Nato-Partner und zivile Sicherheit
Dass bei dem Angriff niemand verletzt wurde und die von italienischem Personal genutzte Infrastruktur laut Rom unbeschĂ€digt blieb, ist aus Sicht von BĂŒndnispartnern und Ăffentlichkeit von zentraler Bedeutung. Zugleich macht der Vorfall deutlich, dass Truppen und Material europĂ€ischer Staaten unmittelbar von regionalen Konflikten betroffen sein können. FĂŒr Leserinnen und Leser in Europa zeigt der Fall, wie EinsĂ€tze fernab der Heimat mit Risiken verbunden sind â nicht nur fĂŒr Soldaten, sondern auch fĂŒr die Sicherheit internationaler Energieversorgung und Handelsrouten.
