Merz, Asylverfahren

Merz will Asylverfahren in Drittstaaten prĂŒfen

17.05.2025 - 21:33:49 | dpa.de

Italiens Rechtsregierung ist bislang mit dem Vorhaben gescheitert, Asylverfahren nach Albanien auszulagern. FĂŒr den neuen Kanzler ist das Thema trotzdem nicht erledigt.

Migration war eins der Hauptthemen des GesprÀchs zwischen Merz und Meloni. - Foto: Michael Kappeler/dpa
Migration war eins der Hauptthemen des GesprÀchs zwischen Merz und Meloni. - Foto: Michael Kappeler/dpa

Bundeskanzler Friedrich Merz kann sich zur EindĂ€mmung irregulĂ€rer Migration nach Europa auch Asylverfahren in Staaten außerhalb der EU vorstellen. Mit Blick auf den einstweiligen Stopp entsprechender PlĂ€ne Italiens durch die dortige Justiz sagte der CDU-Vorsitzende bei seinem Antrittsbesuch in Rom, er kenne die Entscheidungen der Gerichte. «Aber dies kann natĂŒrlich nach wie vor eine Option sein», fĂŒgte er nach einem Treffen mit MinisterprĂ€sidentin Giorgia Meloni hinzu. 

Die Koalition in Rom aus drei rechten und konservativen Parteien will Asylverfahren fĂŒr im Mittelmeer aufgegriffene Migranten in Albanien abwickeln, was durch die Justiz jedoch mehrfach unterbunden wurde. Derzeit prĂŒft der EuropĂ€ische Gerichtshof, ob ein solcher Umgang mit Migranten mit europĂ€ischem Recht vereinbar ist. Die eigens errichteten Lager in dem Nicht-EU-Land Albanien stehen seit Monaten weitgehend leer. Bislang hat das Modell noch nie funktioniert.

Merz: «Wir werden nicht mehr auf der Bremse stehen»

Merz sagte, man werde die Auslagerung von Asylverfahren trotz der Erfahrungen in Italien prĂŒfen. Das sei «sicherlich nicht die Lösung des Problems». «Es ist ein Beitrag, um das Problem kleiner zu machen.»

Merz pochte zudem darauf, die europÀische Asylreform rasch umzusetzen und die Zusammenarbeit in der EU bei der BekÀmpfung irregulÀrer Migration auszuweiten. «Wir werden nicht mehr auf der Bremse stehen, wenn es jetzt um die Lösung der Probleme in der EuropÀischen Union geht.»

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