Harris rÀumt Niederlage gegen Trump öffentlich ein
06.11.2024 - 22:46:50Die demokratische Kandidatin Kamala Harris hat öffentlich ihre Niederlage bei der PrĂ€sidentschaftswahl gegen den Republikaner Donald Trump eingerĂ€umt. «Wir mĂŒssen das Ergebnis dieser Wahl akzeptieren», sagte die 60-JĂ€hrige bei einem Auftritt vor AnhĂ€ngern in der Hauptstadt Washington und versprach, eine friedliche MachtĂŒbergabe sicherzustellen. Laut ĂŒbereinstimmenden Medienberichten hatte die US-VizeprĂ€sidentin zuvor mit Trump telefoniert, um ihm zum Wahlsieg zu gratulieren.Â
Ein Grundprinzip der US-Demokratie laute: «Wenn wir eine Wahl verlieren, akzeptieren wir das Ergebnis.» Dies unterscheide eine Demokratie von einer Monarchie oder Tyrannei. Harris betonte zugleich, auch wenn sie ihre Wahlniederlage akzeptiere, werde sie nie den Kampf aufgeben, der ihren Wahlkampf angetrieben habe - etwa den Kampf fĂŒr Freiheit.Â
Harris appelliert an AnhÀnger: Nicht aufgeben
Harris rief ihre AnhĂ€nger auf, nicht zu verzagen und nicht den Mut zu verlieren. «Seid nicht verzweifelt. Dies ist nicht der Zeitpunkt, die HĂ€nde in den SchoĂ zu legen. Es ist an der Zeit, die Ărmel hochzukrempeln.» Harris sagte: «Ich weiĂ, dass viele Menschen das GefĂŒhl haben, dass wir in eine dunkle Zeit eintreten.» Doch nur in der Dunkelheit seien Sterne zu sehen. Es sei nun an Amerika, den Himmel mit Sternen zu fĂŒllen.Â
Ihr Herz sei voller Dankbarkeit, Vertrauen, Liebe und Entschlossenheit, sagte Harris weiter. «Das Ergebnis dieser Wahl ist nicht das, was wir wollten, nicht das, wofĂŒr wir gekĂ€mpft haben, nicht das, wofĂŒr wir gestimmt haben», betonte sie. «Doch das Licht, das Amerika verspricht, wird immer hell leuchten, solange wir niemals aufgeben. Und solange wir weiterkĂ€mpfen.»
Sichtlich traurige UnterstĂŒtzer
Die Demokratin trat an der Howard UniversitĂ€t in Washington auf, wo sie studiert hatte. Bei einer Wahlparty dort war die amtierende VizeprĂ€sidentin in der Wahlnacht nicht aufgetreten, sondern hatte ihre UnterstĂŒtzer vergeblich warten lassen. Bei ihrer Ansprache am Tag danach sah man im Publikum viele enttĂ€uschte Gesichter, einige AnhĂ€nger weinten.Â
Harris hatte in der Wahlnacht ein Debakel erlebt. Trump legte einen unerwartet deutlichen Durchmarsch hin. Lange vor AuszĂ€hlung der letzten Stimmen ist klar, dass der Republikaner wieder ins WeiĂe Haus einzieht. Es ist ein historisches Comeback fĂŒr den inzwischen 78 Jahre alten Ex-PrĂ€sidenten.





