China beginnt groĂe MilitĂ€rĂŒbung vor Taiwan
01.04.2025 - 04:35:13China hat eine groĂangelegte MilitĂ€rĂŒbung vor der Insel Taiwan begonnen. Das teilte die Volksbefreiungsarmee mit. Es handle sich um eine ernsthafte Warnung und Abschreckung der «separatistischen KrĂ€fte einer "UnabhĂ€ngigkeit Taiwans"», sagte der Sprecher des Ost-Kommandos, Shi Yi, laut Mitteilung. Die gemeinsame Ăbung von Armee, Marine, Luftwaffe und Raketeneinheit bestehe darin, sich der Inselrepublik aus verschiedenen Richtungen zu nĂ€hern und die «OperationsfĂ€higkeiten» der Truppen zu prĂŒfen, hieĂ es weiter.Â
FlugzeugtrÀger «Shandong» entdeckt
Taiwans Verteidigungsministerium erklĂ€rte, bis zum Nachmittag (Ortszeit) 71 MilitĂ€rflugzeuge und 21 Schiffe der Volksbefreiungsarmee sowie 4 Schiffe der chinesischen KĂŒstenwache um Taiwan entdeckt zu haben. Bereits seit dem 29. MĂ€rz habe das MilitĂ€r Bewegungen des chinesischen FlugzeugtrĂ€gers «Shandong» und des dazugehörigen Verbunds beobachtet. Am Montag seien die Schiffe in die sogenannte militĂ€rische Reaktionszone Taiwans eingedrungen - jenes Gebiet zwischen der Mitte der Meerenge zwischen China und Taiwan (TaiwanstraĂe) sowie der östlichen Grenze von Taiwans Luftverteidigungszone.Â
Die Volksrepublik China weite ihre militĂ€rischen AktivitĂ€ten in der TaiwanstraĂe und im indopazifischen Raum aus und verschĂ€rfe damit ihre militĂ€rischen Drohungen, teilte das Ministerium mit. Dadurch wĂŒrden auch die internationale Ordnung und die regionale StabilitĂ€t herausgefordert, hieĂ es weiter. Taiwans AuĂenministerium verurteilte die Ăbung Pekings.Â
Fast tÀgliche Trainings
Chinas Volksbefreiungsarmee ĂŒbt fast tĂ€glich mit Kriegsschiffen und MilitĂ€rflugzeugen bei Taiwan. Peking zĂ€hlt die Inselrepublik zu seinem Territorium, obwohl sie seit Jahrzehnten eine von Peking unabhĂ€ngige und demokratisch gewĂ€hlte Regierung hat. Die Volksrepublik will sich Taiwan einverleiben und drohte bereits mit dem Einsatz des MilitĂ€rs, sollte dies nicht auf friedlichem Wege funktionieren.Â
In Taipeh regiert seit 2016 die Demokratische Fortschrittspartei, die Peking als Separatisten betrachtet, weil eine UnabhĂ€ngigkeit Taiwans Teil ihres Programms ist. PrĂ€sident Lai Ching-te sagte jedoch bereits, eine formale UnabhĂ€ngigkeit nicht erklĂ€ren zu wollen, da der Inselstaat schon ein unabhĂ€ngiges Land sei.Â
Peking: Wille zur Wiedervereinigung «stark wie ein Fels»
Ein solcher Schritt wĂŒrde vor allem den stĂ€rksten UnterstĂŒtzer Taiwans, die USA, in BedrĂ€ngnis bringen. Washington verpflichtete sich, Taiwans Verteidigung zu unterstĂŒtzen. Offiziell erkennen die USA die Republik China - Taiwans offizieller Name - nicht als unabhĂ€ngig an.Â
Chinas BĂŒro fĂŒr Taiwan-Angelegenheiten warf Lai ein weiteres Mal vor, an einer «separatistischen Position» festzuhalten. Eine UnabhĂ€ngigkeit Taiwans bedeute Krieg, sagte Sprecherin Zhu Fenglian nach Beginn der MilitĂ€rĂŒbung. Chinas Wille, die «Taiwan-Frage» zu lösen und die «Wiedervereinigung» zu vollenden, sei «stark wie ein Fels».





