Katie Zacharia soll Trumps neue Pressesprecherin werden
Veröffentlicht am: 09.10.2026 um 20:41 Uhr | dpa, AD HOC NEWSDas Weiße Haus hat der früheren Fernsehkommentatorin Katie Zacharia den Job als Pressesprecherin von US-Präsident Donald Trump angeboten.
Entscheidung noch offen
Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Kreisen des Weißen Hauses. Ob Zacharia das Angebot angenommen hat, ging daraus nicht hervor. Die „New York Times“ stellte sie unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen bereits als Nachfolgerin von Trumps früherer Sprecherin Karoline Leavitt dar.
Erfahrung in Medien und Politik
Zacharia arbeitete nach Angaben ihres LinkedIn-Profils zuletzt als Kommunikationsberaterin für die Trump Media & Technology Group, zu der auch die Plattform Truth Social gehört. Zuvor war sie für kurze Zeit stellvertretende Sprecherin des US-Heimatschutzministeriums.
Auftritte bei konservativen Sendern
Außerdem trat Zacharia als Kommentatorin bei Trumps Haussender Fox News und dem ultrakonservativen US-Sender Newsmax auf. Leavitt hatte Ende August ihren letzten Tag als Pressesprecherin des Weißen Hauses.
Leavitts überraschender Abgang
Trump hatte Leavitts Abgang rund zwei Wochen zuvor überraschend verkündet. Mit nicht einmal 30 Jahren hatte Leavitt den Posten seit Beginn von Trumps zweiter Amtszeit als jüngste Sprecherin überhaupt inne.
Wechsel im Kommunikationsapparat
Der Wechsel an der Spitze der Pressearbeit fällt in eine Phase, in der das Weiße Haus politische Entscheidungen und die Positionen des Präsidenten schnell und medienwirksam vermitteln muss. Die Pressesprecherin gehört damit zu den sichtbarsten Funktionsträgerinnen der US-Regierung und prägt, welche Themen in Briefings, Interviews und öffentlichen Stellungnahmen gesetzt werden.
Katie Zacharia bringt dafür Erfahrungen aus konservativen Fernsehsendern und der politischen Kommunikation mit. Ihre zuletzt genannte Tätigkeit als Kommunikationsberaterin der Trump Media & Technology Group verbindet sie zudem mit dem Umfeld von Trumps sozialem Netzwerk Truth Social. Das könnte die Abstimmung zwischen präsidentieller Kommunikation und den digitalen Kanälen des Trump-Lagers erleichtern.
Bedeutung für die politische Öffentlichkeit
Der bisherige Werdegang deutet auf eine Sprecherin hin, die sowohl die Logik des Nachrichtenfernsehens als auch die direkte, stark personalisierte Kommunikation des Präsidenten kennt. Für Medien, Kongress und Öffentlichkeit wäre entscheidend, wie sie künftig zwischen politischer Botschaft, Fragen der Presse und der institutionellen Rolle des Weißen Hauses vermittelt.
Offen bleibt zunächst, ob Zacharia das Angebot annimmt und wann ein möglicher Amtsantritt erfolgen würde. Fest steht nach der dpa-Meldung, dass das Weiße Haus sie für die Nachfolge Karoline Leavitts ausgewählt hat; damit richtet sich der Blick auf die künftige Kommunikationsstrategie der Regierung.

