Katie Zacharia: Trump feuert neue Sprecherin nach wenigen Tagen
Veröffentlicht am: 16.10.2026 um 20:13 Uhr | dpa, AD HOC NEWSZacharias kurze Amtszeit im WeiĂen Haus
- Katie Zacharia hatte das Amt der Pressesprecherin erst vor wenigen Tagen ĂŒbernommen.
- Ihr erster Auftritt vor der Presse endete nach nur wenigen Fragen und war von Versprechern geprÀgt.
- Trump verwies auf seine frĂŒhere Sprecherin Karoline Leavitt und traute Zacharia eine erfolgreiche Arbeit weiterhin zu.
Trump verliert neue Sprecherin nach wenigen Tagen
US-PrÀsident Donald Trump hat seine gerade erst angetretene neue Pressesprecherin Katie Zacharia US-Medien zufolge gefeuert. Die Berichte berufen sich auf mit der Angelegenheit vertraute Personen beziehungsweise Berater des PrÀsidenten.
Trump selbst stellte es vor Reportern am Mittag Ortszeit so dar, als habe er Zacharia lediglich nahegelegt, ĂŒber einen RĂŒcktritt nachzudenken. Ob sie im Amt bleibe, wolle er ihr selbst ĂŒberlassen.
Trump beklagt Kritik an Zacharia
Trump sagte, Zacharia sei in den vergangenen Tagen von den Medien schlecht behandelt worden. Er habe sie gefragt, ob sie sich das wirklich antun wolle, und werde ihre Entscheidung unterstĂŒtzen.
Zugleich betonte der PrÀsident, Zacharia habe einen schwierigen Start gehabt. Ihre VorgÀngerin Karoline Leavitt habe ihre Arbeit sehr gut gemacht; auch Zacharia könne dies seiner EinschÀtzung nach noch schaffen.
Kurzer Auftritt vor der Presse
Zacharia hatte das Amt erst vor wenigen Tagen ĂŒbernommen. Von ihrem ersten Auftritt vor der Presse blieben vor allem Versprecher und ein ungewöhnlich schnelles Ende nach nur wenigen Fragen in Erinnerung.
Debatte ĂŒber berufliche Angaben
AnschlieĂend geriet die neue Sprecherin wegen Zweifeln an ihren beruflichen Qualifikationen unter Druck. Die Absolventin einer US-JurafakultĂ€t hatte US-Medien zufolge wiederholt eine Anwaltsbezeichnung genutzt, obwohl sie die entsprechende Zulassung nicht bestanden hatte.
Dies rĂ€umte Zacharia inzwischen selbst ein. Auf die Frage, ob er vor ihrer Anstellung gern von der nicht bestandenen PrĂŒfung gewusst hĂ€tte, ging Trump nicht direkt ein und beklagte erneut den Umgang der Medien mit seiner Sprecherin.
Die Personalie fĂ€llt in eine Phase, in der das WeiĂe Haus seine öffentliche Kommunikation besonders eng an PrĂ€sident Donald Trump und dessen politischer Agenda ausrichtet. Zacharia war erst wenige Tage im Amt, als ihr erster Auftritt vor der Presse wegen seiner KĂŒrze und wegen Versprechern zum Thema wurde.
Hinzu kamen Fragen zu ihrer beruflichen Selbstdarstellung. Nach den vorliegenden Berichten hatte Zacharia wiederholt die Bezeichnung AnwĂ€ltin verwendet, obwohl sie die erforderliche Zulassung nicht bestanden hatte; diesen Punkt rĂ€umte sie inzwischen selbst ein. Damit verband sich eine fachliche Debatte mit der grundsĂ€tzlichen Frage, welche Anforderungen das WeiĂe Haus an seine zentrale Sprecherin stellt.
Kommunikation vor den Zwischenwahlen
Die Aufgabe ist politisch relevant: Die Sprecherin soll Trumps Regierung erklĂ€ren, Erfolge hervorheben und den PrĂ€sidenten in einer angespannten innenpolitischen Phase vertreten. Im November stehen in den USA die Zwischenwahlen an, bei denen die Republikaner ihre Mehrheiten im Kongress verteidigen mĂŒssen.
Trumps Reaktion zeigt zugleich sein Spannungsfeld zwischen persönlicher LoyalitĂ€t und öffentlicher ProfessionalitĂ€t. Er verteidigte Zacharia gegen die Kritik der Medien, stellte ihre Zukunft aber zunĂ€chst als eigene Entscheidung dar. Sollte sie ausscheiden, mĂŒsste das WeiĂe Haus binnen kurzer Zeit erneut eine zentrale Kommunikationsfunktion besetzen.
