Katie Zacharia verlĂ€sst Trumps Sprecheramt nach fĂŒnf Tagen
Veröffentlicht am: 17.10.2026 um 03:36 Uhr | dpa, AD HOC NEWSZacharias kurzer Einsatz im WeiĂen Haus
- Katie Zacharia trat das Amt der Pressesprecherin am Montag an und gab am Dienstag ihre erste Pressekonferenz.
- Trump Ă€uĂerte Zweifel an ihrer Eignung und sagte, sie sei von den Medien schlecht behandelt worden.
- Ein Nachfolger fĂŒr Zacharia war zunĂ€chst nicht bekannt.
Zacharia verlÀsst Trumps Sprecheramt nach wenigen Tagen
Die neue Pressesprecherin von US-PrĂ€sident Donald Trump, Katie Zacharia, gibt ihr Amt nach wenigen Tagen wieder auf. Ein ranghoher Regierungsbeamter bestĂ€tigte der Deutschen Presse-Agentur, dass sie den Posten rĂ€umen werde; ein Zeitpunkt fĂŒr ihren Abschied wurde zunĂ€chst nicht genannt.
Trump stellt RĂŒckzug als eigene Entscheidung dar
Zacharia hatte das Amt erst am Montag ĂŒbernommen. Am Freitagabend schrieb sie auf der Plattform X, es sei ihr eine Ehre gewesen, fĂŒr Trump zu arbeiten.
Trump sagte vor Reportern, er habe Zacharia nahegelegt, ĂŒber einen RĂŒcktritt nachzudenken. Sie solle selbst entscheiden, ob sie im Amt bleiben wolle. Mehrere US-Medien berichteten dagegen, der PrĂ€sident habe sie entlassen.
Kritik an Eignung und öffentlichem Auftritt
Trump Ă€uĂerte Zweifel, ob Zacharia fĂŒr die Aufgabe geeignet sei. Zugleich sagte er, sie sei von den Medien schlecht und unfair behandelt worden und habe in den vergangenen Tagen gelitten.
Bei ihrer ersten Pressekonferenz am Dienstag wirkte Zacharia stellenweise nervös. Ihr Auftritt endete nach wenigen Fragen; Versprecher prĂ€gten die öffentliche Wahrnehmung ihres DebĂŒts.
Debatte ĂŒber berufliche Qualifikation
Vor ihrer Ernennung hatte Zacharia als Kommunikationsberaterin fĂŒr die Trump Media & Technology Group gearbeitet. Zuvor war sie kurzzeitig stellvertretende Sprecherin des US-Heimatschutzministeriums und trat als Kommentatorin bei Fox News und Newsmax auf.
FĂŒr zusĂ€tzlichen Druck sorgte die Frage, ob sie sich als âlawyerâ bezeichnen durfte. Zacharia hatte die kalifornische AnwaltsprĂŒfung 2011 nicht bestanden, erklĂ€rte aber, ihr sei die Verwendung dieser Bezeichnung erlaubt worden. Trump stellte sie bei ihrer Ernennung als âattorneyâ vor.
Nachfolger bleibt zunÀchst offen
Wer Zacharia im Amt folgen soll, war zunÀchst unklar. Sie war Nachfolgerin von Karoline Leavitt, die das Sprecheramt Ende August verlassen hatte.
Die Personalie hatte Trump erst am Sonntag öffentlich gemacht. Zacharia schilderte spÀter, er habe sie kurzfristig angerufen; sie sei daraufhin nach Washington geflogen, habe das Angebot angenommen und den Posten am folgenden Montag angetreten.
Der Abgang von Katie Zacharia fĂ€llt in eine Phase, in der das Amt der Pressesprecherin des WeiĂen Hauses besonders eng mit der öffentlichen Kommunikation des PrĂ€sidenten verbunden ist. Zacharia hatte den Posten erst am Montag ĂŒbernommen und bereits am Dienstag ihre erste Pressekonferenz gegeben. Ihr schneller RĂŒckzug macht sichtbar, wie unmittelbar öffentliche Auftritte, politische LoyalitĂ€t und persönliche Belastbarkeit in diesem Amt zusammenwirken.
ZusĂ€tzlichen Druck erzeugten Fragen zu Zacharias beruflicher Qualifikation. Im Mittelpunkt stand ihre Verwendung der Bezeichnung âlawyerâ, obwohl sie die kalifornische AnwaltsprĂŒfung 2011 nicht bestanden hatte. Trump hatte sie bei ihrer Ernennung zugleich als âattorneyâ bezeichnet, eine Bezeichnung, die in den USA grundsĂ€tzlich eine Zulassung voraussetzt.
Unklarer Ăbergang im Presseamt
Trump stellte den Abgang öffentlich als Entscheidung dar, zu der er Zacharia geraten habe. Mehrere US-Medien berichteten dagegen von einer Entlassung. Diese unterschiedliche Darstellung prĂ€gt die politische Einordnung des Vorgangs: Neben der kurzen Amtszeit bleibt zunĂ€chst offen, wer kĂŒnftig die tĂ€gliche Kommunikation des WeiĂen Hauses ĂŒbernehmen soll.
FĂŒr die Regierung bedeutet der Wechsel eine erneute Suche nach einer Sprecherin oder einem Sprecher, der politische Botschaften medienwirksam und belastbar vertreten kann. FĂŒr die Ăffentlichkeit richtet sich der Blick nun auf die Nachfolge und darauf, ob Trump das Amt kurzfristig neu besetzt oder die Kommunikationsaufgaben vorĂŒbergehend anders verteilt.
Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen
tagesschau: âTrumps neue Sprecherin rĂ€umt ihren Posten nach wenigen Tagen im Amtâ (16.10.2026)
Der Beitrag bestĂ€tige Zacharias Ausscheiden nach wenigen Tagen und stelle die Debatte ĂŒber ihre Bezeichnung als AnwĂ€ltin sowie ihren kurzen ersten Presseauftritt heraus. Anders als die dpa-Meldung betone er zudem, Trump habe es nicht eilig, einen Nachfolger zu ernennen.
ZDFheute: âTrumps Sprecherin Katie Zacharia offenbar vor dem Ausâ (16.10.2026)
Der Bericht ordne den Vorgang ebenfalls als Ende von Zacharias kurzer Amtszeit ein und stelle die unterschiedlichen Darstellungen zu RĂŒcktritt und Entlassung gegenĂŒber. ZusĂ€tzlich verweise er auf die offene Nachfolge und die juristische Debatte um Zacharias Berufsbezeichnung.
Beide BeitrĂ€ge bestĂ€tigten den schnellen Abgang und die öffentliche Kritik an Zacharias Qualifikation. Unterschiede gebe es vor allem bei der Gewichtung: WĂ€hrend tagesschau den Umgang mit der Personalie und Trumps mögliche Nachfolgeplanung hervorhebe, stelle ZDFheute stĂ€rker die widersprĂŒchlichen Angaben zum Ablauf und die Vorgeschichte des Drucks dar.
