Kenias PrÀsident: Werde Steuergesetz nicht unterzeichnen
26.06.2024 - 16:14:24Kenias PrĂ€sident William Ruto hat nach tagelangen Protesten angekĂŒndigt, er werde das vom Parlament verabschiedete Steuergesetz nicht unterschreiben. «Es wird zurĂŒckgezogen», sagte er vor Journalisten in Nairobi. Damit werde «die laute Botschaft respektiert, die vom kenianischen Volk kommt.»
Viele Menschen in Kenia befĂŒrchteten weitere finanzielle Belastungen und eine deutliche Steigerung der Lebenshaltungskosten als Folge des neuen Steuergesetzes.
Ruto rechtfertigte das von seinem Kabinett vorgeschlagene Steuergesetz. Er wies auf MaĂnahmen hin, die durch die zusĂ€tzlichen Steuern finanziert werden sollten - neben einer weiteren Konsolidierung der kenianischen Schulden auch Subventionen fĂŒr Landwirte und GesundheitsplĂ€ne fĂŒr Menschen, die sich bisher keine Krankenversicherung leisten konnten. Es sei aber offensichtlich geworden, dass die Menschen in Kenia weitere ZugestĂ€ndnisse bei dem umstrittenen Gesetz erwarteten, sagte Ruto. «Das Volk hat gesprochen.»
Um die geplanten Vorhaben doch noch umsetzen zu können, kĂŒndigte Ruto ein Sparprogramm an, das mit den Ausgaben fĂŒr das PrĂ€sidentenamt beginnen solle. Er appellierte an Parlament und Gerichte, diesem Beispiel zu folgen.
AusdrĂŒcklich bedauerte Ruto die Todesopfer bei den Demonstrationen. Er sprach allein von sechs Toten am Dienstag in Nairobi. Zur landesweiten Zahl von Toten und Verletzten gibt es immer noch keine offiziellen Zahlen. Ruto kĂŒndigte einen Dialog mit jungen Menschen an, die gegen die Steuererhöhungen auf die StraĂe gegangen waren.





