Zoff um Abschiebungen: Kolumbiens PrÀsident lenkt ein
26.01.2025 - 21:55:12Nach der AnkĂŒndigung von VergeltungsmaĂnahmen durch US-PrĂ€sident Donald Trump hat Kolumbiens Staatschef Gustavo Petro im Streit um AbschiebeflĂŒge eingelenkt. Die Regierung werde dafĂŒr das PrĂ€sidentenflugzeug zur VerfĂŒgung stellen, um die «menschenwĂŒrdige RĂŒckkehr der kolumbianischen Staatsangehörigen zu ermöglichen», teilte Petros BĂŒro mit. Mit der US-Regierung wĂŒrden aktive GesprĂ€che gefĂŒhrt, um Vereinbarungen zu treffen, «die ein MindestmaĂ an Respekt und menschenwĂŒrdiger Behandlung der Landesangehörigen wĂ€hrend des Abschiebeverfahrens gewĂ€hrleisten», hieĂ es weiter.
Zuvor hatte die Regierung in BogotĂĄ die Landung von zwei US-MilitĂ€rflugzeugen mit aus den USA abgeschobenen kolumbianischen Migranten an Bord untersagt. PrĂ€sident Petro begrĂŒndete seine Entscheidung damit, dass Migranten keine Kriminellen seien und mit WĂŒrde behandelt werden sollten. Kolumbien werde seine Staatsangehörigen «in zivilen Flugzeugen aufnehmen, ohne sie als Kriminelle zu behandeln», erklĂ€rte Petro.
Trump reagierte umgehend und kĂŒndigte Strafzölle in Höhe von 25 Prozent auf alle Waren aus Kolumbien an, die in die Vereinigten Staaten eingefĂŒhrt wĂŒrden. In einer Woche sollten die zusĂ€tzlichen Zölle demnach auf 50 Prozent angehoben werden. AuĂerdem habe er unter anderem ein Einreiseverbot und einen sofortigen Visaentzug fĂŒr kolumbianische Regierungsbeamte angeordnet, erklĂ€rte Trump. «Diese MaĂnahmen sind erst der Anfang», drohte er.


