DĂ€nemark, Verbot

DÀnemark prÀzisiert geplantes Verbot von Koranverbrennungen

27.10.2023 - 11:32:07

Koranverbrennungen in DĂ€nemark sorgten fĂŒr wĂŒtende Reaktionen in muslimisch geprĂ€gten LĂ€ndern. Die Regierung möchte derartige Aktionen verbieten und hat einen entsprechenden Gesetzesvorschlag verbessert.

Die dÀnische Regierung hat einen Gesetzesvorschlag zum Verbot von Koranverbrennungen im Land an mehreren Punkten angepasst.

Der Entwurf zielt nun konkret auf die unangemessene Behandlung von Schriften mit wesentlicher religiöser Bedeutung fĂŒr anerkannte Glaubensgemeinschaften ab, wie das Justizministerium in Kopenhagen mitteilte. Bei der Vorstellung der Initiative vor rund zwei Monaten war zunĂ€chst von unangemessener Behandlung von GegenstĂ€nden mit wesentlicher religiöser Bedeutung die Rede gewesen.

Mit dem nun angepassten Vorschlag reagiere man unter anderem auf Anmerkungen der Polizeigewerkschaft, die wĂ€hrend einer öffentlichen Konsultationsphase eingegangen seien, erklĂ€rte Justizminister Peter Hummelgaard. Es sei wichtig, dass der Entwurf so prĂ€zise wie möglich sei. Man mĂŒsse gegen systematische Verspottung vorgehen, die lediglich die Absicht habe, Spaltung zu sĂ€en, und damit Auswirkungen auf die Sicherheit DĂ€nemarks und der dĂ€nischen StaatsbĂŒrger habe.

Hintergrund

Koranverbrennungen in Schweden und in DĂ€nemark hatten im Sommer zu wĂŒtenden Reaktionen und teils gewaltsamen Protesten in muslimisch geprĂ€gten LĂ€ndern sowie diplomatischem Ärger fĂŒr die skandinavischen Staaten gefĂŒhrt. Vor diesem Hintergrund hatte die dĂ€nische Regierung angekĂŒndigt, nach rechtlichen Wegen zu suchen, um solche Aktionen unter Strafe zu stellen. Dabei soll allerdings nicht die verfassungsmĂ€ĂŸig geschĂŒtzte Meinungsfreiheit beschnitten werden.

Das Justizministerium schrieb unter Verweis auf Polizeiangaben, dass zwischen dem 21. Juli und 24. Oktober insgesamt 483 Demonstrationen angemeldet worden seien, bei denen BĂŒcher oder Flaggen verbrannt werden sollten.

@ dpa.de