Kreml bestÀtigt: «Tiergartenmörder» ist FSB-Agent
Veröffentlicht am: 02.08.2024 um 13:07 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Der Kreml hat erstmals direkt bestĂ€tigt, dass der «Tiergartenmörder» ein Agent des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB ist. Wadim Krassikow habe in der auf Anti-Terror-EinsĂ€tze spezialisierten «Alpha»-Einheit des FSB gearbeitet. «Interessant ist, dass er, als er bei "Alpha" diente, mit einigen Mitarbeitern des Wach- und Sicherheitsdienstes des PrĂ€sidenten zusammengearbeitet hat», sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow russischen Nachrichtenagenturen zufolge. «NatĂŒrlich haben sie sich begrĂŒĂt gestern, als sie sich gesehen haben», erklĂ€rte er mit Blick auf Krassikow und Kremlchef Wladimir Putin.
Putin hatte den in Deutschland verurteilten Mörder am Donnerstagabend nach seiner Ankunft in Russland innig umarmt und gesagt: «Schön.»
Zuvor hatte Russland offiziell bestritten, etwas mit dem Mann zu tun zu haben. Putin bezeichnete ihn lediglich als Patrioten, der in Berlin einen russischen Staatsfeind beseitigt habe. Allerdings hatte zuvor auch der tĂŒrkische Geheimdienst MIT, der den Gefangenenaustausch am Donnerstag maĂgeblich durchzog, die FSB-IdentitĂ€t Krassikows öffentlich gemacht. Auch die deutschen Behörden hatten keinen Zweifel, dass der Auftragskiller in Putins Diensten steht.
Putin, selbst Ex-FSB-Chef, hatte die freigelassenen Russen, darunter Krassikow und ein wegen Spionage verurteiltes Paar aus Slowenien, auf dem Moskauer Flughafen mit rotem Teppich und PrĂ€sidentengarde empfangen. Putin, der von Verteidigungsminister Andrej Beloussow, von FSB-Chef Alexander Bortnikow und Auslandsgeheimdienstchef Sergej Naryschkin begleitet wurde, lobte die Standhaftigkeit der im Westen verurteilten StraftĂ€ter und kĂŒndigte Auszeichnungen sowie eine neue «Verwendung» fĂŒr sie an.
