Putin zeigt sich weiter siegesgewiss bei Wirtschaftsforum
04.06.2026 - 19:57:42 | dpa.deKremlchef Wladimir Putin beharrt auf seiner Forderung nach einer vollstĂ€ndigen russischen Kontrolle der Gebiete Donezk und Luhansk als Voraussetzung fĂŒr einen Frieden in der Ukraine. Die Forderung sei kein Widerspruch zu der postulierten Dialogbereitschaft, sagte Putin beim Treffen mit auslĂ€ndischen Nachrichtenagenturen.
Der russische PrĂ€sident wiederholte dabei alte Thesen: Russland greife auf ganzer Front an, sagte er. Der Ukraine wiederum fehlten Soldaten, weil die monatlichen Verluste und Desertationen bei weitem die Neurekrutierungen ĂŒberstiegen. Das Defizit bezifferte er auf insgesamt 30.000 Mann pro Monat. Die Zahl von 15.000 laut Putin in die ukrainische Armee gepressten Rekruten steht dabei im Widerspruch zu den offiziellen Angaben aus Kiew. Danach werden mehr als 30.000 pro Monat neu gewonnen.
Der russische PrĂ€sident verwies zur BegrĂŒndung seiner Forderung nach dem gesamten Donbass auch auf Gebietsgewinne, die das russische MilitĂ€r seinen Angaben nach stĂ€ndig mache. Dabei liegt die von ihm angegebene Zahl von 2.440 Quadratkilometern ebenfalls deutlich ĂŒber Kiews Angaben. Nach Berechnungen regierungsnaher ukrainischer MilitĂ€rbeobachter hat die russische Armee mit abnehmendem Tempo seit Jahresbeginn knapp 700 Quadratkilometer erobert.
Putin verweist auf geheimnisvolle Abmachungen mit Trump
Putin betonte, «wir sind zweifellos dazu bereit, mit der Ukraine eine Vereinbarung zu treffen». Basis dafĂŒr seien jedoch die Abmachungen von Anchorage, betonte der Kremlchef. In der Stadt in Alaska hatte US-PrĂ€sident Donald Trump Putin im vergangenen Sommer empfangen. Konkrete Ergebnisse wurden danach allerdings nicht bekannt.
